unzufrieden, verzweifelt, kaufmann

Sind Sie mit Ihrer finanziellen Lage zufrieden?

unzufrieden, verzweifelt, kaufmannMit der finanziellen Lage zufrieden sein

Kennen Sie das: „Ich bin mit meinen Finanzen ganz zufrieden, mehr brauche ich nicht.“ Glauben Sie das? Ich nicht (immer). Die Aussage (bin zufrieden) ermöglicht es, sich manchen Fragen nicht stellen zu müssen und daher auch nichts ändern zu müssen.

Beharren oder Verändern

Viele Menschen haben Angst vor Veränderung. Altbekannte Wege müssen verlassen werden, neue und unbekannte beschritten werden. Da kann viel passieren. Wer „zufrieden“ mit der IST Situation ist, muss nichts ändern, also keine Gefahr.

Wer unzufrieden ist, hat das Bedürfnis, diese Unzufriedenheit loszuwerden. Wenn der Grad an Unzufriedenheit größer als die Angst vor Veränderung wird, dann setzt man sich in Bewegung. Die Schwelle ist individuell: manche halten da ganz schön viel an Unzufriedenheit aus, bevor sie sich in Bewegung setzen.

Sind Unzufriedene erfolgreicher?

Könnte sein. Denn wer unzufrieden ist, sucht Abhilfe. Nur wer etwas verändert, erhält neue Ergebnisse und entwickelt sich weiter. Viele Firmen wären nie gegründet worden, wäre da nicht in jemandes Kopf eine Unzufriedenheit gewesen. Und dieser jemand hatte dann den Mut, Zeit und Geld in seine Idee zu stecken und das Risiko des Scheiterns auf sich zu nehmen, um letztlich erfolgreich zu werden.

Eines meiner Lieblingshotels (www.schwaigerhof.at/) ist ein typisches Beispiel. Hier arbeitet eine Unternehmerfamilie mit viel Mut und investiert Jahr für Jahr Geld in das Hotel. Mittlerweile ein 5*S Hotel der gehobenen Preisklasse und das zurecht. Vielleicht war hier auch die Unzufriedenheit mit Auslastung und Gewinn der Antrieb, immer wieder aufs Neue zu investieren und Risiken einzugehen.

Ich denke, Unzufriedene sind dann erfolgreicher, wenn sie die Lösung bei sich suchen und nicht die Schuld dafür anderen geben.

Sparen oder Investieren

Sparen mittels Sparbuch und Bausparer kennt man, offensichtlich kein Risiko. Daher bleiben viele Millionen Euro auf täglich fälligen Sparbüchern liegen. Das Risiko der Geldentwertung durch Inflation nehmen viele in Kauf, denn man sieht den Effekt nicht sofort. Später wird man feststellen, dass das Sparbuchguthaben keinesfalls ausreicht, um notwendige Anschaffungen zu machen oder die Pension aufzufetten.

Wer mit seiner finanziellen Lage unzufrieden ist, sucht eine Lösung und muss gewisse Risiken eingehen. Der Wechsel vom Sparer zum Investor ist auch mit Aufwand verbunden: die finanziellen Ziele setzen und die passende Strategie finden. Der Rest ist einfach: Depot eröffnen, Kaufaufträge erstellen und das ganze immer wieder monitoren.

Das ist Ihnen zu viel Aufwand? Dann lassen Sie sich dabei helfen!

Sien SIE mit Ihrer finanziellen Lage zufrieden?

Wenn nicht, dann kontaktieren Sie mich doch: Termin online vereinbaren, giefing@finanzberatung-wien.biz oder anrufen +43 699 19047359 – jederzeit gerne!

Wir sparen uns arm

Trockene ZeitenWie schon des Öfteren festgestellt und jetzt wieder durch eine aktuelle Studie belegt, leben wir in Österreich am Ende der Nahrungskette was die Erträge der Sparguthaben betrifft. Dummerweise sind die Preise bei uns höher als bei den Nachbarn. Damit sind wir gleich zweimal „gestraft“.

Gegen die Preisdifferenz kann man als Einzelner nichts tun, denn Lebensmittel muss man nun einmal einkaufen. Aber gegen die schlechten Erträge der Sparguthaben gibt es eine Lösung.

Hier kurz das Ergebnis der Studie: Die Niederländer erhielten seit 2010 im Durchschnitt 7,2% Rendite pro Jahr, die Österreicher nur 2,6%. Wenn man jetzt noch die länderspezifischen Inflationsraten abzieht, bleiben uns nur magere 0,3% im Gegensatz zu 5,4% in den Niederlanden.

Wieso? Ganz klar: wir sparen hauptsächlich über Sparbücher und ähnliche Geldwertprodukte. Durch die niedrigen Zinsen der letzten Jahre bleibt da unter dem Strich nichts über. Wer auf die große Erholung wartet, kann sich auf eine lange Wartezeit einrichten. Solange die Wirtschaft in Europa nicht ordentlich anzieht, bleiben die Zinsen unten. Und steigen dann einmal Wirtschaftsleistung und Zinsen, steigt auch wieder die Inflationsrate an.

Was tun die Niederländer? Sie sparen ZUSÄTZLICH in Aktien(fonds).

Interessant ist, dass bei uns der Unterschied zwischen den Einkommensklassen in Punkto Sparertrag sehr gering ist (ärmste Gruppe 1,7%, reichste Gruppe 2,2%). Damit liegen die „Reichen“ gerade noch über der Inflation und erreichen zumindest einen Kapitalerhalt, aber kaum mehr. Ab einigen Millionen auf der hohen Kante kann das ausreichend sein.

Ich frage mich nun, was machen die Finanzberater in anderen Ländern besser, so dass mehr Kunden auf ihren Rat hören und einen Teil des Geldes in die Wirtschaft investieren? Hier in Österreich ist anscheinend das Streben nach der absoluten Kapitalsicherheit so stark, dass alle anderen Überlegungen verdrängt werden. Bei den Niederländern ist trotz ihrer historischen Erfahrungen eine wesentlich größere Bereitschaft da, etwas zu riskieren und dadurch bessere Renditen zu erwirtschaften.

PS: zum Thema „Wann steigen die Zinsen“ hier ein Weihnachtsgedicht von Fidelity 🙂

7 Gründe, warum man nicht mit Investmentfonds sparen sollte

In den letzten Jahren habe ich einige Gespräche über das Thema Sparen und Veranlagen geführt. Dabei sind einige Gründe aufgetaucht, warum viele NICHT in Investmentfonds sparen wollen:

  1. Damit kenne ich mich nicht aus
  2. Ich habe keine Zeit, mich mit meiner Veranlagung dauernd zu beschäftigen
  3. Mir genügen meine Zinsen am Sparbuch, Bausparer, … ich spekuliere nicht mit meinem Geld
  4. Hauptsache, das Geld wird am Konto nicht weniger
  5. Investmentfonds sind generell zu unsicher, die investieren ja in Aktien
  6. So etwas ist nur für die Reichen, dafür habe ich zu wenig Geld
  7. Wer weiß was mit meinem Geld passiert, wenn die Fondsgesellschaft Pleite macht
  8. … — Haben Sie auch noch ein paar Argumente vorrätig? —…..

Klingt doch alles sehr plausibel, oder?

Andererseits:

  • Viele fahren Auto obwohl sie keine Ahnung haben, wie man es repariert. Mit dem Auto geht man zum Mechaniker seines Vertrauens, mit dem Geld sollte man zum Anlageberater seines Vertrauens gehen.
  • Um die Veranlagung muss man sich nicht andauernd kümmern, denn
    „Hin und her macht Taschen leer“
    Soll heißen: veranlagen und abwarten. Nicht nervös werden, wenn schlechte Nachrichten in den Zeitungen stehen. Dafür sind die Fondsmanager da.
    Alle paar Monate ein Blick auf das Depot oder ein Gespräch mit Anlageberater genügt.
  • Zinsen sind nicht unmoralisch. Zinsen auf Investitionen in Fonds haben nichts mit Gier oder Spekulation zu tun. Geld wird schon seit Jahrhunderten über Aktien u.ä. in die Wirtschaft investiert. Die Rendite die man erhält ist die Abgeltung des Investitionsrisikos.
  • Wenn das Ersparte am Konto numerisch nicht weniger wird (sogar immer ein bisschen höher), heißt das nicht, dass man sich von diesem „Gewinn“ tatsächlich mehr kaufen kann. Steuern und Inflation fressen mehr weg, als Erträge dazu kommen.
    3% Inflation bedeuten in 24 Jahren die halbe Kaufkraft!
  • Die Aktienmärkte und damit die darin investierenden Investmentfonds sind auf lange Sicht die einzigen, die Gewinne erwirtschaften. Dazu gibt es ausreichend viele Studien.
  • Natürlich hat der, der viel Geld hat, bessere Veranlagungsmöglichkeiten, als der, der wenig Geld hat. Die Welt ist nun mal nicht gerecht.
    Aber jeder hat die Chance, auch für kleine Beträge gute Zinsen zu bekommen.
  • Investmentfonds unterliegen internationalen und nationalen Gesetzen, die zum Schutz des Anlegers viele Risiken ausschalten.
    So ist das Geld der Anleger Sondervermögen und daher vor dem Konkurs der Fondsgesellschaft und der beteiligten Banken sicher (besser als die Einlagesicherung durch den Staat).
    Fonds müssen ihr Vermögen auf viele verschiedene Firmen streuen, da weder eine einzelne Aktie zu hohen Anteil am Gesamtfonds haben darf, noch der Fonds zu viele Anteile einer Firma halten.

Daher wie immer mein Aufruf: wechseln Sie zumindest mit einem Ihrer Sparprodukte in einen Investmentfonds. Sie werden es nicht bereuen.

Pension: wie Frauen vorsorgen

Die Wiener Städtische hat eine Umfrage zum Thema Pensionsvorsorge der Frauen beauftragt. Wie nicht anders zu erwarten, und nicht zuletzt der Einkommensdifferenz zu den Männern geschuldet, besteht hier noch ein großer Nachholbedarf.

Frauen wissen, dass ihre Pension später einmal gerade für die Bestreitung der täglichen Ausgaben reichen wird, die Höhe der Pensionslücke ist ihnen bewusst, Geld wäre auch vorhanden, aber vorgesorgt wird trotzdem wenig.

Noch schlimmer ist, dass die Vorsorge mittels klassischer Sparformen (Sparbuch, Bausparer) und Lebensversicherungen erfolgt. Alles Geldwertprodukte, die wenig Zinsen, hohe Spesen haben und unter der Inflation leiden.
Anscheinend ist das Wissen über die ertragreiche Sparform mittels Investmentfonds nicht oder nur rudimentär vorhanden.

Als Anreiz eine kurze Berechnung:

Lt. Umfrage würden rd. 50% der Frauen 70€ pro Monat sparen können. Nach 20 Jahren würden so 16.800€ eingezahlt werden.

Auf einem normalen Sparbuch ergibt das einen Zuwachs von 316€ bzw. 0,90% pro Jahr.
Als Sparplan in den Templeton Global Bond Fund gespart, ergibt das einen Zuwachs von 18.000€ bzw. 6,80% pro Jahr (Spesen berücksichtigt). Die Einlage hat sich verdoppelt.

Wer also mit Sparbuch oder Bausparer (nur unwesentlich besser verzinst) vorsorgt, vernichtet sein Geld. Wenn hier noch Inflation und KESt. abgezogen werden, ist das Sparbuch weit im roten Bereich, der Investmentfonds immer noch auf der Gewinnerseite.

Daher meine Aufforderung an Sie: Sparen Sie zumindest einen Teil Ihres Einkommens in Sachwerte, also Investmentfonds.

Einen Termin für eine kostenlose Beratung können Sie ganz einfach hier anfordern: Terminvereinbarung via TerminApp

Wie denkt Österreich über Vorsorge und Pensionskonto

Eine Studie einiger Versicherungen zeigt das Spar- und Vorsorgeverhalten der Österreicher.

Aus dieser Studie geht hervor, dass viele mittels Sparbuch und Bausparvertrag versuchen Geld für die Pension auf die Seite zu legen. Offensichtlich in der Unkenntnis, wie hoch der Zinssatz sein muss, damit man über die Inflation kommt und tatsächlich MEHR Geld hat und nicht weniger. Beide Produkte sind leider weit davon entfernt.

Die Ursache für dieses Verhalten ergibt sich auch aus der Risikoaversion. Mehr als 50% wollen kein oder ein geringes Risiko. Aber das größte Risiko bei der Geldanlage ist es, KEIN Risiko einzugehen. Denn dann erwischt einem die Inflation.

Fast 50% sparen nicht, weil die Zinsen so niedrig sind. Methode Kopf in den Sand und Augen zu, wird schon schiefgehen. Besser wäre es doch, sich über die Möglichkeiten zu informieren und mit dem richtigen Anlagemix vernünftige Zinsen zu holen, bei moderatem Risiko.

Ein positiver Aspekt ist mir noch aufgefallen: die Anzahl der Personen, die sich überhaupt Gedanken darüber macht, steigt.

Hier der Link zum Artikel:

http://www.fondsprofessionell.at/news/news-products/nid/studie-so-denkt-oesterreich-ueber-vorsorge-und-quotpensionskonto-neuquot/gid/1015708/

Zwei verschiedene Sparansätze

In der Beratung lerne ich häufig einen Kundentyp kennen, den ich als den „Klassischen“ Sparer bezeichne. Dieser Sparer spart wie schon Eltern und Großeltern hauptsächlich in Geldwerten.

Der klassische Kunde

Klasischer Geldwertsparer

Geldwertsparer verliert durch Inflation

 

 

 

 

 

 

 

Bei einer durchschnittlichen Inflationsrate von 2% erwirtschaftet man in Geldwerten gerade einmal 1,5-2%.

Lebensversicherung (als Sparform) und die Pensionsvorsorge investieren in den ersten zehn Jahren hauptsächlich in Spesen und Abschlussprämien und nicht für den Kunden.
Immobilien erwirtschaften zwar einen Gewinn, allerdings müssen Rücklagen gebildet werden. Wenn es sich um das eigene Haus / die eigene Wohnung handelt, ist es natürlich eine gute Investition, da man dann unabhängig von Mietsteigerungen wird. Bei Immobilien zur Fremdvermietung muss man auch mit Mietausfällen, Reparaturen und sinkenden Mieten rechnen. Auch die Mietgesetze entwickeln sich nicht immer zum Vorteil für den Vermieter.

Investments in einzelne Aktientitel können gute Erträge bringen, aber benötigen viel Zeit, um sich laufend um die Einzelpositionen zu kümmern. Wer diese Zeit nicht hat, bei dem werden sich Gewinn und Verlust so ziemlich die Waage halten.

Der sicherheitsorientierte Kunde

So ist  ein Kunde aufgestellt, wenn er in Sachwerte investiert:

Sachwertkunde mit diversifizierter Anlagestrategie

Sachwertkunde mit diversifizierter Anlagestrategie

 

 

 

 

 

 

 

Auch dieser Kunde hat Geld auf einem Sparbuch für die Eventualitäten des Lebens: Ein Auto muss schnell mal zur Reparatur, für einen Urlaub sollte man ansparen und nicht auf die Reserven zurückgreifen, für Weihnachtsgeschenke der lieben Familie braucht man auch ein paar Hunderter, etc. All das wird über ein Sparbuch bezahlt.

Dieser Kunde hat sein Eigenheim (Wohnung oder Haus), möglicherweise mittels eines günstigen Hypodarlehens finanziert (hier wirkt die Inflation ja für den Schuldner).

Aber alle anderen Gelder sind langfristig in Sachwerten veranlagt (OK, wenn man’s genau nimmt sind Anleihen auch Geldwert, allerdings mit einer besseren Verzinsung).

Mit so einem Anlagemix kann man wesentlich höhere Zinsen erhalten, ist trotzdem flexibel und kann auf die Eventualitäten des Lebens reagieren.
Siehe auch folgenden Artikel: Das 9% Portfolio