unzufrieden, verzweifelt, kaufmann

Sind Sie mit Ihrer finanziellen Lage zufrieden?

unzufrieden, verzweifelt, kaufmannMit der finanziellen Lage zufrieden sein

Kennen Sie das: „Ich bin mit meinen Finanzen ganz zufrieden, mehr brauche ich nicht.“ Glauben Sie das? Ich nicht (immer). Die Aussage (bin zufrieden) ermöglicht es, sich manchen Fragen nicht stellen zu müssen und daher auch nichts ändern zu müssen.

Beharren oder Verändern

Viele Menschen haben Angst vor Veränderung. Altbekannte Wege müssen verlassen werden, neue und unbekannte beschritten werden. Da kann viel passieren. Wer „zufrieden“ mit der IST Situation ist, muss nichts ändern, also keine Gefahr.

Wer unzufrieden ist, hat das Bedürfnis, diese Unzufriedenheit loszuwerden. Wenn der Grad an Unzufriedenheit größer als die Angst vor Veränderung wird, dann setzt man sich in Bewegung. Die Schwelle ist individuell: manche halten da ganz schön viel an Unzufriedenheit aus, bevor sie sich in Bewegung setzen.

Sind Unzufriedene erfolgreicher?

Könnte sein. Denn wer unzufrieden ist, sucht Abhilfe. Nur wer etwas verändert, erhält neue Ergebnisse und entwickelt sich weiter. Viele Firmen wären nie gegründet worden, wäre da nicht in jemandes Kopf eine Unzufriedenheit gewesen. Und dieser jemand hatte dann den Mut, Zeit und Geld in seine Idee zu stecken und das Risiko des Scheiterns auf sich zu nehmen, um letztlich erfolgreich zu werden.

Eines meiner Lieblingshotels (www.schwaigerhof.at/) ist ein typisches Beispiel. Hier arbeitet eine Unternehmerfamilie mit viel Mut und investiert Jahr für Jahr Geld in das Hotel. Mittlerweile ein 5*S Hotel der gehobenen Preisklasse und das zurecht. Vielleicht war hier auch die Unzufriedenheit mit Auslastung und Gewinn der Antrieb, immer wieder aufs Neue zu investieren und Risiken einzugehen.

Ich denke, Unzufriedene sind dann erfolgreicher, wenn sie die Lösung bei sich suchen und nicht die Schuld dafür anderen geben.

Sparen oder Investieren

Sparen mittels Sparbuch und Bausparer kennt man, offensichtlich kein Risiko. Daher bleiben viele Millionen Euro auf täglich fälligen Sparbüchern liegen. Das Risiko der Geldentwertung durch Inflation nehmen viele in Kauf, denn man sieht den Effekt nicht sofort. Später wird man feststellen, dass das Sparbuchguthaben keinesfalls ausreicht, um notwendige Anschaffungen zu machen oder die Pension aufzufetten.

Wer mit seiner finanziellen Lage unzufrieden ist, sucht eine Lösung und muss gewisse Risiken eingehen. Der Wechsel vom Sparer zum Investor ist auch mit Aufwand verbunden: die finanziellen Ziele setzen und die passende Strategie finden. Der Rest ist einfach: Depot eröffnen, Kaufaufträge erstellen und das ganze immer wieder monitoren.

Das ist Ihnen zu viel Aufwand? Dann lassen Sie sich dabei helfen!

Sien SIE mit Ihrer finanziellen Lage zufrieden?

Wenn nicht, dann kontaktieren Sie mich doch: Termin online vereinbaren, giefing@finanzberatung-wien.biz oder anrufen +43 699 19047359 – jederzeit gerne!

weltgruseltag weltspartag halloween

Weltgruseltag Weltspartag (31.10.)

weltgruseltag weltspartag

Es ist wieder einmal der 31.10. und alle schaudert es ganz fürchterlich. Auch wegen Halloween, aber vor allem, weil am Weltspartag die Familie auf die Bank geht und dort das Ersparte aus dem Schweinchen auf das Sparbuch einzahlen lässt. Und dann kommt das Zinsgespenst: fast unsichtbar, aber richtig zum Fürchten!

Weltspartag – aber keine Zinsen in Sicht

Wieder ein Jahr ohne nennenswerte Zinserträge, aber einer durchaus ordentlichen Inflation von rd. 1,9%. 1000€ auf einem Sparbuch sind nach einem Jahr nur mehr 981€ wert. Die winzigen Zinsen nach KESt. rechne ich gar nicht mehr dazu.

Kann man sich den Weltspartag sparen?

Das fragt die INGDIBA in ihrem aktuellen Newsletter und kommt zu dem prägnanten Satz: Investieren ist das neue Sparen. In der Form des Sparbuches kann man sich den Weltspartag tatsächlich sparen. Abgesehen vom Notgroschen für Unvorhergesehenes, darf nichts am Sparbuch liegen, worauf man längerfristig verzichten kann.

Sparen und der Kaufverzicht

Natürlich wollen viele Menschen möglichst gleich kaufen und nicht warten. Damit verpufft aber die liquide Reserve und manche schlittern damit auch noch in Ratenkäufe und Konsumkredite. Dann bleibt natürlich noch weniger vom Einkommen über. Fazit (bei manchen) ah scho wurscht 🙂

Weltspartag: nachdenken über Einsparungsmöglichkeiten

Am Weltspartag könnte man sich auch Gedanken darüber machen, wo überall Geld hinfliegt. Ist der Gas- und Stromtarif noch optimal (Hier eine Empfehlung von mir: Fixkostenoptimierung)? Handytarif und Internetkosten – zu bequem, um zu wechseln? Festnetztelefon – braucht das noch wer (von Einzelfällen und Firmen abgesehen)? Wie oft geht man auswärts essen, obwohl der Kühlschrank gut gefüllt ist? Wie viel an Lebensmitteln werden weggeworfen, weil man sie doch nicht verbrauchen konnte? Neuestes Handy oder doch das Modell vom Vorjahr?

Was fällt Ihnen hier noch alles ein?

Das wird ein unbequemer Weltspartag und Weltspartagsgeschenk gibt’s auch nicht für die Arbeit, zumindest nicht sofort. Langfristig sind bei diesen Vorschlägen viele Euros an Einsparungspotential möglich – das ist dann das wahre Geschenk.

Weltanlagetag – Weltfondstag (19.4.)

Alle Jahre am 19.4. gibt es den Weltfondstag zur Erinnerung, dass nur die Veranlagung in Sachwerte reich macht. Warten Sie nicht bis April – fangen Sie heute am Weltspartag an!

Wenn Sie meine Unterstützung brauchen: Termin online vereinbaren, giefing@finanzberatung-wien.biz oder anrufen +43 699 19047359 – jederzeit gerne!

harte Zeiten für junge Frauen

Harte Zeiten für junge Frauen

harte Zeiten für junge FrauenWenn Sie heute weiblich und zwischen 30 und 40 Jahren alt sind, gerade Kinder großziehen, dann sollten Sie sich einen Moment Zeit nehmen und hier weiterlesen.

Es kommen harte Zeiten auf junge Frauen zu

Bei einem Fachvortrag der Pensionsversicherungsanstalt PVA wurde vorgerechnet, dass die Pension in 20 – 30 Jahren maximal 50% des durchschnittlichen Einkommens (berechnet über die gesamte Einkommenszeit) sein wird. Das ist dann allerdings erst die Bruttopension, Abgaben kommen noch weg.

Warum sind gerade junge Frauen so stark betroffen?

Es ist bekannt, dass durch Kindererziehung, Teilzeitarbeit und schlechtere Bezahlung Beitragsmonate fehlen und das Durchschnittseinkommen sehr niedrig ist. Von den Auswirkungen einer Scheidung ganz zu schweigen.

Von dem, was an Pension einmal ausgezahlt werden wird, kann niemand tatsächlich leben. Damit sind Frauen auch in der Pension von einem zweiten Einkommen (Ehemann, Arbeit) abhängig.

Sicherheit hat Vorrang

Was können Sie tun, wenn Sie heute dieser Altersgruppe angehören? Egal, ob Sie im Supermarkt an der Kasse arbeiten oder mit einem Doktortitel in der Forschung beschäftigt sind, Sie müssen HEUTE mit dem Sparen beginnen

Dieses Geld muss möglichst sicher angelegt werden. Das Sparbuch allerdings ist dafür nicht geeignet: auf Grund der Zinsen weit unter der Inflationsrate verliert das Geld Jahr für Jahr an Kaufkraft. Es ist zwar supersicher, aber leider in 20 Jahren kaum etwas wert.

Daher muss eine Veranlagung gefunden werden, die möglichst sicher ist und Erträge über der Inflationsrate liefert.

Der große Vorteil, wenn Sie bis zur Pension noch 20 oder mehr Jahre Zeit haben: je länger der Veranlagungszeitraum ist, umso besser und sicherer sind die Erträge.

Wo finden Sie eine passende Veranlagung?

Dafür gibt es eine Reihe von Möglichkeiten. Sie können zur Bank gehen, zu einem Versicherungsmakler oder einem Anlageberater. Alle drei haben unterschiedliche Produkte, die sie Ihnen empfehlen können. Worauf Sie allerdings achten müssen, sind die Kosten. Wenn Ihnen eine Anlageberatung gratis oder sehr günstig angeboten wird, dann können Sie davon ausgehen, dass Sie den Berater über die Produktkosten indirekt bezahlen. Auch die Bank lebt davon, dass von Fondsanbietern Teile der Produktspesen als Provision an die Bank fließen.

Teuer und günstig zugleich: Honorarberatung

Wenn Sie einen Honorarberater wie mich beauftragen, dann haben Sie mehrere Vorteile: ich berate Sie produktunabhängig und empfehle Ihnen Veranlagungen mit möglichst geringen Kosten. Mein Honorar erscheint anfangs vielleicht hoch, rechnet sich aber durch die eingesparten Provisionen nach ein bis zwei Jahren.

Wer bei den Kosten spart, hat automatisch mehr Ertrag bei gleichem Risiko.

Wenn Sie mehr wissen möchten: Termin online vereinbaren, giefing@finanzberatung-wien.biz oder anrufen +43 699 19047359 – jederzeit gerne!

aktive fonds kosten geld

Aktive Fonds imitieren Vergleichsindex

Aktive Fonaktive fonds kosten geldds wurden in vielen Studien auf ihr „aktives“ Management hin untersucht. Denn die Fondsmanager aktiv gemanagter Fonds verlangen viel Geld dafür, dass sie bessere Renditen als der Markt erwirtschaften (SOLLTEN).

Aktive Fonds oder Indexschmuser

Bei vielen aktiven Fonds, so die Studienergebnisse, ist das allerdings nicht der Fall. Die Fonds enthalten die gleichen Aktien wie der Vergleichsindex, erwirtschaften aber auf Grund der Kosten ein geringeres Ergebnis.

Kostentransparenz ab 1.1.2018 (MIFID II)

Ab 1.1.2018 gilt eine neue EU Richtlinie, die sogenannte MIFID II (siehe auch TOP Gewinn Artikel September 2017). Einer der wesentlichen Punkte darin ist das Thema Kostentransparenz. Ein Kunde muss VOR Vertragsabschluss detailiert erfahren, welche Kosten im Produkt stecken, was der Berater kostet (Provision oder Honorar) und welche sonstigen Kosten noch entstehen können (Depotkosten, Transaktionskosten, …).
Vorbei sind dann die Zeiten, da ein Berater von seinen Kunden nur eine kleine Aufwandsentschädigung für seine Arbeit verrechnet. Für den Kunden erscheint das Angebot günstig. Dass im Hintergrund Abschluss- und Bestandsprovisionen an den Berater fließen, sieht der Kunde nicht auf den ersten Blick, aber er bezahlt sie über die gesamte Veranlagungsdauer.

ESMA Studie in Arbeit

Die EU Wertpapieraufsicht ESMA bereitet jetzt eine neue Studie vor, die sich genau mit diesem Thema beschäftigt. Es werden aktive und passive Fonds auf ihre Kostenstruktur hin untersucht. Die Studie soll Auskunft darüber geben, wie sich die Kosten auf die Erträge auswirken und ob ein aktiv gemanagter Fonds tatsächlich ein Mehrertrag über den Kostenanteil hinaus liefert.

Großartige neue Erkenntnisse aus dieser Studie erwarte ich mir nicht. Denn ist völlig klar: es macht einen großen Unterschied aus, ob vom erwirtschafteten Fondsergebnis 3% oder 0,5% an Kosten Jahr für Jahr abgezogen werden.

„Je geringer die Kosten, umso höher ist der Ertrag bei gleichem Risiko“

Als Honorarberater achte ich sehr stark darauf, dass meinen Kunden keine unnötigen Kosten entstehen. Mein Honorar rentiert sich meist schon nach einem Jahr Veranlagungsdauer.

Wenn Sie mehr wissen möchten: Termin online vereinbaren, giefing@finanzberatung-wien.biz oder anrufen +43 699 19047359 – jederzeit gerne!

Elefantenherde

Wer der Herde nachläuft, sieht nur die … Kehrseite

Elefantenherde

Elefantenherde im Etosha Nationalpark

Wer der Herde nachläuft

Wer immer nur hinter anderen nachläuft, hat keinen Einfluss darauf, was in seinem Leben passiert. Bei Veranlagungen ist es Trend, dann zu kaufen, wenn es bereits überall in den Medien steht, dass jetzt ein guter Zeitpunkt wäre. Leider befindet sich der Markt dann meist kurz vor dem Höhepunkt und die neuen Anleger kaufen teuer ein. Kommt die Marktkorrektur, ausgelöst durch ein politisches Ereignis, oder eine Wahl, die anders verlaufen ist, als erwartet, fahren die Kurse gen Süden. Manchmal sogar sehr schnell.

Prozyklisches Anlageverhalten

Dann wird die Herde wieder unruhig und beginnt aus dem Markt zu fliehen. Es wird zu schlechten Preisen verkauft. Manche warten in dieser Phase auch auf bessere Zeiten. Devise: So schlimm wird’s schon nicht werden. Aber manchmal wird es doch schlimm.

Der Anleger, der erst gegen Ende eingekauft hat, verkauft jetzt mit Verlust. Die gewonnene Erkenntnis: der Aktienmarkt ist riskant, da verliert man nur, etc. pp. Selbstverständlich wird diese Ansicht dann auch von den Boulevardblättern weitergetragen: Finger weg von den Aktien, schließt doch lieber eine Versicherung ab!

Zum Veranlagen ist immer ein guter Zeitpunkt

Was ist der grundlegende Fehler? Es ist der falsche Anlagehorizont! Wer Geld für eine Veranlagung zur Verfügung hat, der soll investieren, besser heute als morgen. Denn niemand kann vorhersagen, wie lange eine Marktphase dauert. Derzeit (Juni 2017) haben wir eine extrem lange Phase steigender Märkte bei geringer Schwankung hinter uns. Einige Analysten warnen bereits, dass das nicht mehr lange gut gehen kann, andere meinen, dass es noch länger so weitergehen wird. Zumindest, bis sich die EZB dazu entschließt, die Zinsen zu erhöhen und damit Geld aus dem Markt zu nehmen. Die aktuelle Inflationsrate von 2% würde ja schon passen, aber noch gibt es keine deutlichen Signale aus der europäischen Geldzentrale.

Auf den Zeithorizint kommt es an

Wer als Anlagehorizont 10 Jahre nimmt (Aktieninvestment) und sein Depot gegen Kurseinbrüche absichert (automatisierter Verkauf), kann mit guten Renditen rechnen. Kurzfristige Verluste wird es geben, langfristig wird sich ein Gewinn einstellen.

Um in allen Marktlagen bestehen zu können, ist eine gute Depotbetreuung inkl. einer Absicherungsautomatik wichtig. Damit kann man irrationale Entscheidungen zumindest vorher besprechen und die gröbsten Schnitzer vermeiden.

Um das Thema zu vertiefen können Sie sich gerne einen Termin online vereinbaren, mich telefonisch unter +43 699 19047359 bzw. per mail giefing@finanzberatung-wien.biz erreichen.

Garantierter Renditeräuber

Wer sich um sein Geld sorgt, freut sich, wenn man ihm eine Garantie gibt: Sie erhalten auf jeden Fall Ihre Einlage zurück – garantiert!

Da investiert man doch gerne, ohne lange darüber nachzudenken. Richtig?

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie so eine Garantie funktioniert? Hier eine (von mehreren) Erklärung:

Um eine Kapitalgarantie einhalten zu können, muss ein Teil Ihres Kapitals in eine möglichst sichere Anlageklasse investiert werden, also meist in Anleihen von Staaten bester Bonität wie Österreich oder Deutschland. Als Beispiel nehme ich an, dass diese Anleihen 1% pro Jahr an Rendite abwerfen.
Annahme: Sie investieren 100.000€ auf 10 Jahre mit Kapitalgarantie. Dann müssen 90.000€ in sichere Anleihen investiert werden und nur 10.000€ können auf Renditejagd geschickt werden. Die 90.000€ bei 1% werden nach 10 Jahren zu 100.000€ (=Ihr eingezahltes Kapital), die 10.000€ bei angenommenen 6% Rendite am Aktienmarkt werden zu rd. 18.000€. Das Gesamtergebnis sind dann 118.000€ mit einer Durchschnittsrendite von 1,67%! (Alles noch vor KESt. und Inflation).

Da sichere Anleihen derzeit nicht 1% sonder nur 0,2% an Rendite erzielen, können Sie sich wahrscheinlich vorstellen, wie mager das Ergebnis dann aussieht:
98.000€ von Ihren 100.000€ müssen in Anleihen angelegt werden und nur 2.000€ können Erträge bringen. Das Ergebnis ist miserabel: die Jahresverzinsung beträgt nur mehr 0,35% und das Gesamtergebnis ist 103.500€.

Dabei sind am Aktienmarkt Garantien nicht notwendig, wenn man einen Anlagehorizont von 15 bis 20 Jahren einhält. Der US-Aktienindex S&P 500 als Beispiel hat seit 1928 in 93 Prozent aller Zehn-Jahres-Perioden einen Gewinn erwirtschaftet. Also umgerechnet sind von 89 Zehnjahresperioden gerade einmal 6 Perioden negativ. Natürlich bedeuten diese 6 x 10 Jahre mit negativem Ertrag, dass man Angst um sein Geld bekommt. Aber wer die Zeit und einen guten Berater hat, hält das aus. Besser noch, er wird genau dann neues Geld investieren, also billig einkaufen.

Wer mehr wissen will: Termin online vereinbaren, giefing@finanzberatung-wien.biz oder anrufen +43 699 19047359 – jederzeit gerne!

Das Anlegerjahr 2016 in 2 Minuten

Ein gut gemachtes Video über das Anlegerjahr 2016 mit all seinen Höhen und Tiefen. Wer investiert geblieben ist, war auf der Gewinnerseite, wer sich verunsichern hat lassen, hat leider verloren.

ETF Namen sind nicht Schall-und-Rauch

Wissen Sie, woher die Redensart … das ist nur Schall und Rauch … stammt? Von Goethe und zwar aus Faust Teil 1. Da versucht Faust sich beim Thema Religion herauszureden. Sie wissen schon: die Gretchenfrage, also … wie hältst Du’s mit der Religion? … .

Die Namen, die Fondsgesellschaften ihren Fonds geben, sind nicht Schall-und-Rauch, sondern etwas auskunftsfreudiger und sie folgen einem Schema. Unsere Gretchenfrage lautet daher: warum heißt der Fonds denn so?

Prinzipiell gibt es diese Namensbestandteile:

  1. wer ist der Fondsanbieter
  2. welchem Index folgt der Fonds
  3. welchen Regularien gehorcht der Fonds
  4. welcher Anteilsklasse gehört der Fonds an
  5. Ausschüttung, Wiederveranlagung, Replikation, Steuerdomizil, Währungsabsicherung, …

Hier ein einfaches Beispiel: ISHARES CORE DAX® UCITS ETF (DE)

Teil 1 – iSHARES: der Herausgeber ist die BlackRock Asset Management, andere Beispiele wären db x-trackers = deutsche Bank, comstage = Commerzbank, Lyxor = Societe General, …

CORE als Zusatz beschreibt eine spezielle Anteilsklasse

Teil 2 – DAX: dieser Fonds bildet den Deutschen Aktienindex DAX nach

Teil 3 – UCITS: ist die Abkürzung für „Undertakings for Collective Investments in Transferable Securities“, also auf Bankerdeutsch „Organismus für gemeinsame Anlage in Wertpapieren“ (OGAW).
Diese Fonds unterliegen besonderen Berichtspflichten gegenüber dem Anleger. Sie sind daher „anlegerfreundlich“, weil eine Menge an Berichten (Halbjahres- und Jahresberichte, spezielle Verkaufsprospekte [KID], etc.) veröffentlicht werden müssen. Zumindest das KID (KundenInformationsDokument) sollte man vor einer Investition gelesen haben bzw. vom Berater erklärt bekommen haben.

In diesen Bereich fallen noch die Begriffe SICAV (société d’investissement à capital variable), zu Deutsch „Investmentgesellschaft mit variablem Grundkapital“ für in französisch sprechenden Ländern aufgelegt Fonds und open-ended investment company (kurz: OEIC), für Fonds aus Großbritannien. Diese Begriffe meinen im Prinzip das gleiche wie die oben beschriebenen Begriffe OGAW/UCITS.

Im Teil drei steht auch noch „ETF„: damit ist klargestellt, dass die veranlagten Gelder Sondervermögen sind und bei Konkurs der Depotbank/Fondsgesellschaft nicht Teil der Konkursmasse sind. Ein wesentlicher Vorteil für den Anleger! Es ist eine Abgrenzung zu den ExchangeTradedProducts (ETN, ETC) Produkten. Diese handeln mit Gütern (Rohstoffen, Lebensmitteln, etc.) –> ganz andere Baustelle.

Teil 4 – Anteilsklasse (im obigen Beispiel nicht vorhanden): hier können verschiedene (leider nicht genormte) Zahlen/Buchstabenkombinationen stehen. Details dazu finden sich im Fondsprospekt.

Teil 5 – der Rest: hier sammelt sich an, was uns ein Fondsanbieter noch alles mitteilen möchte. Interessant sind folgende Texte:

  • Länderkürzel (DE): der Fonds ist in Deutschland aufgelegt. Ist für deutsche Staatsbürger relevant, weil steuerlich anders behandelt.
  • EUR Hegded: bedeutet eine Absicherung gegen Währungsschwankungen, steht meist in Verbindung mit „EUR“, wenn die Fondswährung bspw. in USD ist.
  • A, ACC, D, DIS: entweder werden Gewinne ausgeschüttet (D, Dis = distributing) und dem Konto gutgeschrieben oder fondsintern wieder veranlagt (A, ACC = accumulating).
  • 1Y, 1Y – 10Y (Anleihefonds): bei Anleihen kann noch die (Rest)Laufzeit der enthaltenen Anleihen notiert werden. Hier kann auch „short“ stehen und damit sind kurz laufende Anleihen gemeint.
  • short (Aktienfonds): diese Fonds sind so konstruiert, dass sie bei fallenden Kursen Gewinne machen.
  • 1c, 2c: Beschreiben Anteilsklassen, davon können u.a. Gebühren und Mindestinvestmentsummen abhängen.
  • 1x, 2x, leveraged, double: bezeichnet „Hebelprodukte“. Hier kann auf eine erwartete Kursbewegung (auf oder ab) gesetzt werden und der Gewinn wird „multipliziert“. Der Nachteil: hier ist ein Totalverlust bei einer gegenteiligen Kursbewegung möglich und auch wahrscheinlich. Nur etwas für Experten!
  • Government, Sovereign, Treasury: diese Fonds enthalten Staatsanleihen
  • Inflation linked (Anleihefonds): Rendite des Fonds steigt mit der Inflation.
  • High Yield (Anleihefonds): Fonds enthält Anleihen mit schlechterer Bonität, aber dafür höherer Verzinsung (höheren Couponzahlungen), weil höheres Risiko als bspw. österreichische Staatsanleihen.

Sie sehen, es gibt ein paar Regeln bei der Fondsbeschriftung die einem ETF Investor einiges an Informationen liefern können. Wer sich damit nicht oder nur am Rande beschäftigen will, meldet sich bei mir. Ich helfe gerne weiter. Termin gibt es hier.

SMARTe Finanzziele (Teil 4)

„R“ wie „Realistisch“.

Gerade wenn man sich finanzielle Ziele setzt, sind realistische Ziele sinnvoll. Das setzt voraus, dass man einschätzen kann, wie viel Geld man in der nächsten Zeit tatsächlich auf die Seite legen kann. Wie schon oft betont, ist nichts unangenehmer, als auf das veranlagte Geld zugreifen zu MÜSSEN, egal wie die Kurse stehen, nur weil eine Kleinigkeit im Haushalt ersetzt werden muss.

Bei der Zielsetzung steht also zuerst einmal die Haushaltsrechnung am Plan. Wie groß sind die Einnahmen und Ausgaben, wie viel Reserve ist da? Wenn feststeht, was man sparen kann, dann folgt ein bisschen Finanzmathematik.

Wer jetzt vor lauter Schreck mit dem Lesen des Artikels aufhört, dem sei gesagt, dass es im Internet eine Unzahl an Finanzrechnern gibt, die solche Berechnungen sehr vereinfachen.

Warum Finanzmathematik?

Wenn ich weiß, wie viel ich monatlich sparen kann, dann kann ich mir ausrechnen (lassen), wie hoch mein Vermögen in Zukunft sein könnte. Da die Veranlagungsdauer meist gegeben ist, kann man am Parameter der Rendite drehen und sich das Ergebnis ausrechnen. Dabei wird sofort sichtbar, ob die notwendige Rendite auch mit der eigenen Einstellung zum Risiko zusammenpasst. Denn je höher die Rendite sein soll/sein muss, umso höher ist auch das Risiko eines größeren Verlustes.

Aktuell kann man sich folgende Renditen erwarten:

Bezeichnung Veranlagungsmethode Durchschnittliche jährliche Rendite (vor Steuer) Risikoniveau
Geldmarktfonds Anlage erfolgt in Anleihen mit kurzer Restlaufzeit (unter 12 Monaten), Termingelder (so ähnlich wie gebundene Sparbücher) und Schuldscheindarlehen. 1% Gering, ähnlich einem Sparbuch
Anleihefonds Anlage erfolgt in Anleihen (auch Bonds oder Rentenpapiere genannt) mit unterschiedlich langer Laufzeit. Diese werden von Staaten und großen Firmen ausgegeben. 1% bis 3% Mittleres Risiko
Aktienfonds Anlage erfolgt in Aktien aller Art und auch in Aktienderivate. Über 5% Höheres Risiko, hängt von der Veranlagungsstrategie ab
(Die durchschnittlichen Renditen sind Erfahrungswerte der letzten Jahrzehnte und leider kein Versprechen auf zukünftige Gewinne).

Die verschiedenen Fonds haben auch verschiedene empfohlene Mindestveranlagungszeiträume:

Bezeichnung Empfohlener Veranlagungszeitraum
Geldmarktfonds Kurz (ab einem Jahr)
Anleihefonds Mittel (3 bis 5 Jahre)
Aktienfonds Lang (8 Jahren und länger)

Natürlich kann man jeden Typ auch wesentlich länger im Portfolio halten, es hängt alles nur von den eigenen Zielen ab. Meist finden sich in jedem Portfolio Aktien- und Anleihefonds. Geldmarktfonds sind bei Privatanlegern mit kleineren Depots weniger gebräuchlich. Sie dienen in großen Depots oder auch bei Versicherungen zur Absicherung von Gewinnen.

Mindestveranlagungszeiträume darf man nicht mit Bindefristen oder Kündigungsfristen verwechseln. Investments in Fonds sind immer jederzeit verkaufbar! Es gibt keine Strafabschläge für einen frühzeitigen Ausstieg.

Im letzten Teil geht’s um Zeit („T“ wie terminisiert).

Honorar oder Provision: was ist für den Kunden günstiger?

Honorar oder Provision: die WaageIn Großbritannien  gilt seit 2013 ein Provisionsverbot. Der Beweggrund dafür war in erster Linie die Vermeidung von Interessenkonflikten.

In der (richtigen) Annahme, dass die Produkte, die die besseren Provisionen abwerfen, von den Beratern häufiger „empfohlen“ werden, wurden Zahlungen der Produktanbieter an die Vermittler verboten. Man nennt diese Zahlungen auch „KickBacks“.

Was hat das mit dem Provisonsmodell zu tun? Wenn ein Berater vom Produktanbieter (Versicherung, Fondsmanagement, Bank) eine Provision für die Vermittlung eines Produktes erhält, kann er /sie auf Zahlungen vom Kunden ganz oder teilweise verzichten. Manche Berater und deren Vertriebe verlangen vom Kunden eine Provision und erhalten für die vermittelten Produkte nochmals Geld, andere verzichten auf das Geld vom Kunden.

In Großbritannien erwartete man auch, dass mit dem Provisionsverbot automatisch die Kosten für die Kunden sinken würden.

Einige Studien haben ergeben, dass das in Großbritannien offensichtlich nicht so funktioniert hat. Die Kosten für den Kunden sind nahezu gleich geblieben und es gibt ein neues Problem: weil der Berater jetzt seine Beratungsstunden direkt vom Kunden bezahlt bekommt, ist die Einstiegshürde höher geworden. Der Kunde muss den Einkommensverlust des Beraters ausgleichen und mehr Geld direkt ausgeben. Wieso direkt? Lesen Sie weiter!

Gratis gibt es nichts, schon gar keine fundierte Beratung!

Betrachten wir einmal nicht nur die Startkosten der Veranlagung, sondern auch die langfristigen Kosten von Investmentfonds. Jeder Investmentfonds, der an Berater Geld zahlt, holt es sich beim Kunden durch die Verwaltungskosten wieder herein. Diese Verwaltungskosten dienen zu einem Großteil zur Bezahlung des Vertriebes und zu einem kleinen Teil zur Abdeckung der internen Spesen. Bis zu 80% der Verwaltungskosten werden an den Vertrieb retourniert.

Somit zahlt ein Provisionskunde am Anfang nichts an den Berater, muss aber während der gesamten Veranlagungsdauer die Verwaltungskosten des Fonds bezahlen. Wir reden hier von Kosten zwischen 2% und 5%(!!) der Veranlagungssumme, Jahr für Jahr!

Ist es da nicht wesentlich günstiger, am Anfang für die Beratung zu bezahlen und sich die Verwaltungskosten fast zu ersparen? Meine Kunden bekommen von mir Fonds empfohlen, die pro Jahr zwischen 0,2% und 0,5% kosten.

Der zweite Kostenfaktor ist der Ausgabeaufschlag. Dieser beträgt zwischen 0% und 5,5%. Wer zahlt 0%? Erraten, es sind die Kunden der Honorarberater und Kunden bei Direktbanken (ohne Beratung).

Natürlich ist es für kleine Sparer schwierig, am Anfang einige hundert Euro für die Beratung hinzulegen. Fondsveranlagungen sind jedoch eine Entscheidung auf viele Jahre und die Honorarkosten werden durch die Kostenersparnisse nach einiger Zeit aufgefangen.

Sehen Sie mein Honorar im Vergleich mit dem eines guten Rechtsanwalt: Wer dabei spart, zahlt langfristig drauf!

Termine für ein Erstgespräch (ohne Kosten) gibt es wie immer hier, telefonisch bin ich unter +43 699 19047359 erreichbar.