Schildkröte

Private Pensionsversicherung: nur etwas für Langlebige

SchildkröteDie AK  (Arbeiter Kammer) hat vor vor Kurzem sieben verschiedene Rentenversicherer und deren Verträge unter die Lupe genommen. Es handelt sich um aktuelle Verträge, die unter der Niedrigzinsphase leiden. Altverträge können durchaus zum Leidwesen der Versicherer besser abschneiden.

Ergebnis der Untersuchung kurz und knackig: Die Versicherten sollten die Lebenserwartung einer Schildkröte haben, um tatsächlich mehr aus der Versicherung zu erhalten, als eingezahlt wurde!

Warum das so ist? Immer das leidige Thema mit den Spesen. Diese entstehen nicht zuletzt aus den Garantievereinbarungen. Jede Kapitalgarantie kostet Geld und daher Rendite.

Wer langfristig sein Geld veranlagen kann und will, ist mit einer direkten Veranlagungen in verschiedenen Fonds am Besten bedient. Hier sind die Spesen gering und genau kalkulierbar. Eine Mischung aus mehreren Anlageklassen zur Risikominimierung lässt sich ebenso erreichen, wie eine intelligente Depotabsicherung für den Krisenfall.

Wenn Sie so eine Versicherung derzeit besparen, dann biete ich Ihnen eine Überprüfung an, damit Sie die Ertragsaussichten besser einschätzen können.

Wer mehr wissen will: Termin online vereinbaren, giefing@finanzberatung-wien.biz oder anrufen +43 699 19047359 – jederzeit gerne!

Das Anlegerjahr 2016 in 2 Minuten

Ein gut gemachtes Video über das Anlegerjahr 2016 mit all seinen Höhen und Tiefen. Wer investiert geblieben ist, war auf der Gewinnerseite, wer sich verunsichern hat lassen, hat leider verloren.

leere taschen

Millenials brauchen 500.000€ bei Pensionsantritt

millenials brauchen 500.000€ bei PensionsantrittWer sind die Millenials?

Die Generation Y (Geburtsjahre 1980 – 1999), auch Millennials genannt, ist heute mitten in ihrer beruflichen Laufbahn. Sie wird wahrscheinlich nach 50 Berufsjahren so ab 2050 / 2060 in Pension gehen. Da ist noch eine lange Zeit und das ist gut so!

Unser Pensionssystem

Wenn wir uns die aktuelle Situation bei den Pensionen ansehen, müssen wir feststellen, dass sich dieses System nicht auf ewige Zeiten hinaus weiterführen lässt. Es beginnen weniger Arbeitnehmer zu arbeiten, als Pensionisten mit der Arbeit aufhören. Wir haben ein Umlagesystem bei der Pension: was heute eingenommen wird, wird auch heute für die Pensionisten ausgegeben. Daher sind aktive Erwerbstätige so wichtig für den Fortbestand. Je weniger Erwerbstätige, umso weniger Einnahmen, umso weniger Geld für die Pensionen.

Millenials brauchen 500.000€ bei Pensionsantritt

Wer also heute Mitte 20, Anfang 30 ist muss mit herben finanziellen Einbußen beim Pensionsantritt rechnen. Besonders jene, die eine gute Karriere vor sich haben, werden am Ende mit sehr wenig staatlicher Unterstützung und einer riesigen Pensionslücke dastehen.

Was tun? Zwei wichtige Grundsätze:

  1. Zuerst sparen und DANN Geld ausgeben!
  2. Das Ersparte langfristig nicht angreifen!

Wie kann man 500.000€ zusammen sparen? Fonds Professionell hat in einem Artikel die verschiedenen Varianten an notwendigen Sparraten, Zinsen und Spardauer zusammengestellt.

Beispiel: bei Geburt Sparplan mit 56€ pro Monat starten, bis zum 65. Lebensjahr durchhalten, angenommene Durchschnittsrendite von 6% pro Jahr. Beginnt man erst mit 20, dann muss man schon 190€ pro Monat sparen.

In der Tabelle sind allerdings Steuern und Gebühren nicht berücksichtigt, daher wird man in der Realität die Zielsumme nach unten setzen müssen, damit das ganze auch noch leistbar bleibt. Welchen Zinssatz man in der Simulation als realistisch annimmt, liegt im eigenen Ermessen und der Risikobereitschaft.

500.000€ sind eine Menge Geld

Aus dieser halben Million Euro lässt sich eine Zusatzpension von rd. 1700€ pro Monat entnehmen, ohne das Kapital angreifen zu müssen. Es bleibt also noch etwas für die Erben oder die Übersiedlung in ein komfortables Altersheim übrig. Auch hier er Hinweis: die Entnahmehöhe hängt natürlich stark von der dann erzielbaren Rendite ab und kann dementsprechend schwanken!

Die Inflation frisst die Hälfte

Noch ein Hinweis: die 1.700€ werden bei 2% Inflation pro Jahr in 40 Jahren eine Kaufkraft von ungefähr 740€ haben! Glauben Sie mir jetzt, wie wichtig es ist, ein halber Millionär zu werden?

Wer mehr wissen will und sich auf den Weg zur halben Million machen will: einen Termin vereinbaren (hier oder anrufen +43 699 19047359)

ETF Namen sind nicht Schall-und-Rauch

Wissen Sie, woher die Redensart … das ist nur Schall und Rauch … stammt? Von Goethe und zwar aus Faust Teil 1. Da versucht Faust sich beim Thema Religion herauszureden. Sie wissen schon: die Gretchenfrage, also … wie hältst Du’s mit der Religion? … .

Die Namen, die Fondsgesellschaften ihren Fonds geben, sind nicht Schall-und-Rauch, sondern etwas auskunftsfreudiger und sie folgen einem Schema. Unsere Gretchenfrage lautet daher: warum heißt der Fonds denn so?

Prinzipiell gibt es diese Namensbestandteile:

  1. wer ist der Fondsanbieter
  2. welchem Index folgt der Fonds
  3. welchen Regularien gehorcht der Fonds
  4. welcher Anteilsklasse gehört der Fonds an
  5. Ausschüttung, Wiederveranlagung, Replikation, Steuerdomizil, Währungsabsicherung, …

Hier ein einfaches Beispiel: ISHARES CORE DAX® UCITS ETF (DE)

Teil 1 – iSHARES: der Herausgeber ist die BlackRock Asset Management, andere Beispiele wären db x-trackers = deutsche Bank, comstage = Commerzbank, Lyxor = Societe General, …

CORE als Zusatz beschreibt eine spezielle Anteilsklasse

Teil 2 – DAX: dieser Fonds bildet den Deutschen Aktienindex DAX nach

Teil 3 – UCITS: ist die Abkürzung für „Undertakings for Collective Investments in Transferable Securities“, also auf Bankerdeutsch „Organismus für gemeinsame Anlage in Wertpapieren“ (OGAW).
Diese Fonds unterliegen besonderen Berichtspflichten gegenüber dem Anleger. Sie sind daher „anlegerfreundlich“, weil eine Menge an Berichten (Halbjahres- und Jahresberichte, spezielle Verkaufsprospekte [KID], etc.) veröffentlicht werden müssen. Zumindest das KID (KundenInformationsDokument) sollte man vor einer Investition gelesen haben bzw. vom Berater erklärt bekommen haben.

In diesen Bereich fallen noch die Begriffe SICAV (société d’investissement à capital variable), zu Deutsch „Investmentgesellschaft mit variablem Grundkapital“ für in französisch sprechenden Ländern aufgelegt Fonds und open-ended investment company (kurz: OEIC), für Fonds aus Großbritannien. Diese Begriffe meinen im Prinzip das gleiche wie die oben beschriebenen Begriffe OGAW/UCITS.

Im Teil drei steht auch noch „ETF„: damit ist klargestellt, dass die veranlagten Gelder Sondervermögen sind und bei Konkurs der Depotbank/Fondsgesellschaft nicht Teil der Konkursmasse sind. Ein wesentlicher Vorteil für den Anleger! Es ist eine Abgrenzung zu den ExchangeTradedProducts (ETN, ETC) Produkten. Diese handeln mit Gütern (Rohstoffen, Lebensmitteln, etc.) –> ganz andere Baustelle.

Teil 4 – Anteilsklasse (im obigen Beispiel nicht vorhanden): hier können verschiedene (leider nicht genormte) Zahlen/Buchstabenkombinationen stehen. Details dazu finden sich im Fondsprospekt.

Teil 5 – der Rest: hier sammelt sich an, was uns ein Fondsanbieter noch alles mitteilen möchte. Interessant sind folgende Texte:

  • Länderkürzel (DE): der Fonds ist in Deutschland aufgelegt. Ist für deutsche Staatsbürger relevant, weil steuerlich anders behandelt.
  • EUR Hegded: bedeutet eine Absicherung gegen Währungsschwankungen, steht meist in Verbindung mit „EUR“, wenn die Fondswährung bspw. in USD ist.
  • A, ACC, D, DIS: entweder werden Gewinne ausgeschüttet (D, Dis = distributing) und dem Konto gutgeschrieben oder fondsintern wieder veranlagt (A, ACC = accumulating).
  • 1Y, 1Y – 10Y (Anleihefonds): bei Anleihen kann noch die (Rest)Laufzeit der enthaltenen Anleihen notiert werden. Hier kann auch „short“ stehen und damit sind kurz laufende Anleihen gemeint.
  • short (Aktienfonds): diese Fonds sind so konstruiert, dass sie bei fallenden Kursen Gewinne machen.
  • 1c, 2c: Beschreiben Anteilsklassen, davon können u.a. Gebühren und Mindestinvestmentsummen abhängen.
  • 1x, 2x, leveraged, double: bezeichnet „Hebelprodukte“. Hier kann auf eine erwartete Kursbewegung (auf oder ab) gesetzt werden und der Gewinn wird „multipliziert“. Der Nachteil: hier ist ein Totalverlust bei einer gegenteiligen Kursbewegung möglich und auch wahrscheinlich. Nur etwas für Experten!
  • Government, Sovereign, Treasury: diese Fonds enthalten Staatsanleihen
  • Inflation linked (Anleihefonds): Rendite des Fonds steigt mit der Inflation.
  • High Yield (Anleihefonds): Fonds enthält Anleihen mit schlechterer Bonität, aber dafür höherer Verzinsung (höheren Couponzahlungen), weil höheres Risiko als bspw. österreichische Staatsanleihen.

Sie sehen, es gibt ein paar Regeln bei der Fondsbeschriftung die einem ETF Investor einiges an Informationen liefern können. Wer sich damit nicht oder nur am Rande beschäftigen will, meldet sich bei mir. Ich helfe gerne weiter. Termin gibt es hier.

Golden Gate Bridge

SMARTe Finanzziele (Teil 5)

Golden Gate BridgeLetzter Teil der Reihe „Wie vereinbare ich SMARTe Finanzziele“ zum Thema „T“ wie „Termin“ oder „terminisiert“.

Wenn Sie für ein Ziel kein Enddatum setzen, werden Sie es nicht erreichen. Ohne Enddatum ist es auch schwer möglich, den Fortschritt zu messen und Maßnahmen zu ergreifen, wenn die Zielerreichung gefährdet scheint.

Wie auch im vorherigen Artikel zum Thema „Realistisch“ schon geschrieben, haben die verschiedenen Anlagemöglichkeiten eine verschieden lange empfohlene Veranlagungsdauer. Um die richtigen Produkte auswählen zu können, muss ich wissen, WANN ich mein Ziel erreichen will.

Häufig fällt der Zielzeitpunkt mit dem Pensionsantritt zusammen. Dann braucht man das angesparte Kapital für eine Zusatzrente oder zur Erfüllung lang gehegter Wünsche.

Wer heute so um die 30 Jahr alt ist, wird sich mit dem Festlegen des Pensionstermines etwas schwertun, denn er oder sie wird noch viele Pensionsreformen erleben. Ich vermute, Sie werden bis 70 arbeiten müssen (ob sich das jobmäßig ausgeht, steht auf einem anderen Blatt).

Der Endtermin bestimmt die mögliche Veranlagungsdauer, diese wirkt sich auf die Depotzusammenstellung aus und damit letztendlich auf das zu erwartende Ergebnis.

Während der Jahre bis zum Termin muss das Depot immer wieder analysiert und angepasst werden. Zwei Dinge sind zu tun:

  1. Rebalancing

    Das Wort bedeutet soviel wie „Die Balance wieder herstellen“, also das einmal gewählte Mischungsverhältnis zwischen den Anlageklassen wiederherzustellen.
    Damit erreicht man einerseits, dass das Risikoniveau sich nicht nach oben oder unten verschiebt und den Ertrag gefährdet. Andererseits werden bei diesem Verfahren Gewinne abgeschöpft und in jene Anteile investiert, die Verlust gemacht haben. Klingt verrückt? Ist es aber nicht!
    Teuer verkaufen und billig kaufen – das ist die einfachste, aber schwierigste Veranlagungsregel, denn sie widerstrebt uns. Wir wollen noch mehr in die Gewinner investieren und die Verlierer möglichst aus dem Portfolio schmeißen. Aber damit hängt das Depot immer stärker nach einer Seite und wenn die Gewinner der letzten Jahre dann plötzlich eine Verlustphase haben, dann ist der Jammer groß.
    Produkte, die heute verlieren, können morgen schon die Renner sein.

  2. Absichern

    Ist das Depot auf höhere Gewinne und damit höheres Risiko ausgelegt, dann sollte man alle paar Jahre (Anfangs 10, später kürzer) einen Teil der Gewinne in risikoärmere Anlageklassen umschichten. Je näher der Zielzeitpunkt kommt, umso wichtiger wird dieser Vorgang und in umso kürzeren Abständen sollte man ihn durchführen.
    Es gibt eine so große Vielfalt an Anlagemöglichkeiten, dass sich hier für jeden Fall etwas findet.

Diese beide Tätigkeiten erledigt ein guter Anlageberater gemeinsam mit Ihnen in regelmäßigen Abständen. Es erfordert einen guten Überblick über die verfügbaren Anlageprodukte und deren Risiko/Renditedaten, damit dabei nichts schiefgeht.

Wer mit mir zusammen an der Erfüllung seiner smarten Finanzziele arbeiten möchte, kann sich gerne hier einen unverbindlichen Ersttermin vereinbaren.

SMARTe Finanzziele (Teil 4)

„R“ wie „Realistisch“.

Gerade wenn man sich finanzielle Ziele setzt, sind realistische Ziele sinnvoll. Das setzt voraus, dass man einschätzen kann, wie viel Geld man in der nächsten Zeit tatsächlich auf die Seite legen kann. Wie schon oft betont, ist nichts unangenehmer, als auf das veranlagte Geld zugreifen zu MÜSSEN, egal wie die Kurse stehen, nur weil eine Kleinigkeit im Haushalt ersetzt werden muss.

Bei der Zielsetzung steht also zuerst einmal die Haushaltsrechnung am Plan. Wie groß sind die Einnahmen und Ausgaben, wie viel Reserve ist da? Wenn feststeht, was man sparen kann, dann folgt ein bisschen Finanzmathematik.

Wer jetzt vor lauter Schreck mit dem Lesen des Artikels aufhört, dem sei gesagt, dass es im Internet eine Unzahl an Finanzrechnern gibt, die solche Berechnungen sehr vereinfachen.

Warum Finanzmathematik?

Wenn ich weiß, wie viel ich monatlich sparen kann, dann kann ich mir ausrechnen (lassen), wie hoch mein Vermögen in Zukunft sein könnte. Da die Veranlagungsdauer meist gegeben ist, kann man am Parameter der Rendite drehen und sich das Ergebnis ausrechnen. Dabei wird sofort sichtbar, ob die notwendige Rendite auch mit der eigenen Einstellung zum Risiko zusammenpasst. Denn je höher die Rendite sein soll/sein muss, umso höher ist auch das Risiko eines größeren Verlustes.

Aktuell kann man sich folgende Renditen erwarten:

Bezeichnung Veranlagungsmethode Durchschnittliche jährliche Rendite (vor Steuer) Risikoniveau
Geldmarktfonds Anlage erfolgt in Anleihen mit kurzer Restlaufzeit (unter 12 Monaten), Termingelder (so ähnlich wie gebundene Sparbücher) und Schuldscheindarlehen. 1% Gering, ähnlich einem Sparbuch
Anleihefonds Anlage erfolgt in Anleihen (auch Bonds oder Rentenpapiere genannt) mit unterschiedlich langer Laufzeit. Diese werden von Staaten und großen Firmen ausgegeben. 1% bis 3% Mittleres Risiko
Aktienfonds Anlage erfolgt in Aktien aller Art und auch in Aktienderivate. Über 5% Höheres Risiko, hängt von der Veranlagungsstrategie ab
(Die durchschnittlichen Renditen sind Erfahrungswerte der letzten Jahrzehnte und leider kein Versprechen auf zukünftige Gewinne).

Die verschiedenen Fonds haben auch verschiedene empfohlene Mindestveranlagungszeiträume:

Bezeichnung Empfohlener Veranlagungszeitraum
Geldmarktfonds Kurz (ab einem Jahr)
Anleihefonds Mittel (3 bis 5 Jahre)
Aktienfonds Lang (8 Jahren und länger)

Natürlich kann man jeden Typ auch wesentlich länger im Portfolio halten, es hängt alles nur von den eigenen Zielen ab. Meist finden sich in jedem Portfolio Aktien- und Anleihefonds. Geldmarktfonds sind bei Privatanlegern mit kleineren Depots weniger gebräuchlich. Sie dienen in großen Depots oder auch bei Versicherungen zur Absicherung von Gewinnen.

Mindestveranlagungszeiträume darf man nicht mit Bindefristen oder Kündigungsfristen verwechseln. Investments in Fonds sind immer jederzeit verkaufbar! Es gibt keine Strafabschläge für einen frühzeitigen Ausstieg.

Im letzten Teil geht’s um Zeit („T“ wie terminisiert).

Honorar oder Provision: was ist für den Kunden günstiger?

Honorar oder Provision: die WaageIn Großbritannien  gilt seit 2013 ein Provisionsverbot. Der Beweggrund dafür war in erster Linie die Vermeidung von Interessenkonflikten.

In der (richtigen) Annahme, dass die Produkte, die die besseren Provisionen abwerfen, von den Beratern häufiger „empfohlen“ werden, wurden Zahlungen der Produktanbieter an die Vermittler verboten. Man nennt diese Zahlungen auch „KickBacks“.

Was hat das mit dem Provisonsmodell zu tun? Wenn ein Berater vom Produktanbieter (Versicherung, Fondsmanagement, Bank) eine Provision für die Vermittlung eines Produktes erhält, kann er /sie auf Zahlungen vom Kunden ganz oder teilweise verzichten. Manche Berater und deren Vertriebe verlangen vom Kunden eine Provision und erhalten für die vermittelten Produkte nochmals Geld, andere verzichten auf das Geld vom Kunden.

In Großbritannien erwartete man auch, dass mit dem Provisionsverbot automatisch die Kosten für die Kunden sinken würden.

Einige Studien haben ergeben, dass das in Großbritannien offensichtlich nicht so funktioniert hat. Die Kosten für den Kunden sind nahezu gleich geblieben und es gibt ein neues Problem: weil der Berater jetzt seine Beratungsstunden direkt vom Kunden bezahlt bekommt, ist die Einstiegshürde höher geworden. Der Kunde muss den Einkommensverlust des Beraters ausgleichen und mehr Geld direkt ausgeben. Wieso direkt? Lesen Sie weiter!

Gratis gibt es nichts, schon gar keine fundierte Beratung!

Betrachten wir einmal nicht nur die Startkosten der Veranlagung, sondern auch die langfristigen Kosten von Investmentfonds. Jeder Investmentfonds, der an Berater Geld zahlt, holt es sich beim Kunden durch die Verwaltungskosten wieder herein. Diese Verwaltungskosten dienen zu einem Großteil zur Bezahlung des Vertriebes und zu einem kleinen Teil zur Abdeckung der internen Spesen. Bis zu 80% der Verwaltungskosten werden an den Vertrieb retourniert.

Somit zahlt ein Provisionskunde am Anfang nichts an den Berater, muss aber während der gesamten Veranlagungsdauer die Verwaltungskosten des Fonds bezahlen. Wir reden hier von Kosten zwischen 2% und 5%(!!) der Veranlagungssumme, Jahr für Jahr!

Ist es da nicht wesentlich günstiger, am Anfang für die Beratung zu bezahlen und sich die Verwaltungskosten fast zu ersparen? Meine Kunden bekommen von mir Fonds empfohlen, die pro Jahr zwischen 0,2% und 0,5% kosten.

Der zweite Kostenfaktor ist der Ausgabeaufschlag. Dieser beträgt zwischen 0% und 5,5%. Wer zahlt 0%? Erraten, es sind die Kunden der Honorarberater und Kunden bei Direktbanken (ohne Beratung).

Natürlich ist es für kleine Sparer schwierig, am Anfang einige hundert Euro für die Beratung hinzulegen. Fondsveranlagungen sind jedoch eine Entscheidung auf viele Jahre und die Honorarkosten werden durch die Kostenersparnisse nach einiger Zeit aufgefangen.

Sehen Sie mein Honorar im Vergleich mit dem eines guten Rechtsanwalt: Wer dabei spart, zahlt langfristig drauf!

Termine für ein Erstgespräch (ohne Kosten) gibt es wie immer hier, telefonisch bin ich unter +43 699 19047359 erreichbar.

das magische dreieck der geldanlage

Das magische Dreieck

Kennen Sie das magische Dreieck der Geldanlage? Sehen Sie hier:

 

das magische dreieck der geldanlage

Die drei Ecken bezeichnen die drei wichtigsten Ziele, die ein Anleger hat: wie viel bringt die Veranlagung, wie sicher ist sie und wie schnell kommt das Geld zurück.

Wie man sieht, ist es nicht möglich, alle drei Ziele auf ein Maximum zu stellen. Jede Veranlagung ist ein Kompromiss, ein Ausbalancieren oder eine Bevorzugung eines Zieles zu Lasten eines anderen.

Auf den Seiten des Dreieckes habe ich einige Veranlagungen platziert, die die Ziele unterschiedlich erfüllen.

Alle Sparbucharten sind relativ sicher und meist sehr liquide, außer man möchte mehr Zinsen und sperrt sein Geld auf einige Jahre.

Richtung Spitze, also Richtung Ertrag, stehen die Aktien- und Anleihefonds. Je nach Bauart sind sie mehr oder weniger liquide und mehr oder weniger sicher.

Es ist meine Aufgabe, mit Ihnen gemeinsame herauszufinden, wo Sie in diesem Dreieck mit Ihrem Geld stehen wollen. Für ein zufriedenstellendes Ergebnis bedarf es einiger Gespräche zwischen uns. Als Honorarberater werde ich ausschließlich von Ihnen bezahlt und nicht von den Fondsgesellschaften. Ich „verkaufe“ ihnen keine Veranlagung, sondern mein Fachwissen. Sie treffen die Entscheidung.

Wenn Sie mehr wissen wollen, können Sie mich für ein kostenloses Erstgespräch gerne unter 0699 19047359 oder giefing@finanzberatung-wien.biz kontaktieren.


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Sei gierig, wenn die anderen Angst haben, …

(c) fondsweb.at

iShares Core MSCI World UCITS ETF

Mr Großinvestor Warren Buffett hat diesen Spruch geprägt:

Sei gierig, wenn die anderen Angst haben, und habe Angst, wenn andere gierig sind

Oder etwas weniger scharf formuliert: Wenn alle von Aktienkursen und Gewinnen an der Börse reden, ist ein guter Moment, die Aktienpositionen langsam abzubauen. Wenn aber alle von Krise reden, ist es Zeit, den Aktienanteil wieder aufzubauen. Die Gierphase nennt man auch eine Milchmädchenhausse 🙂

 

Warum ist das so?

Im Aktienpreis ist nicht nur der aktuelle Unternehmenswert eingepreist, sondern ganz stark auch die Erwartung an die Zukunft. Wenn Anleger die Zukunft des Unternehmens (des Marktes) rosa sehen, dann kaufen sie und der Preis steigt weiter. Somit wird dementsprechend teuer eingekauft. Man zahlt sozusagen eine Stimmungszuschlag auf den realen Kurs.

Umgekehrt genauso: wenn niemand von Aktien spricht, sind die Kurse am Boden. Denn keiner will sie haben.

Kleiner Ausflug zum Thema Aktienpreis und Börsenhandel:

Da es für Aktien kein „Zwischenlager“ gibt, muss ein Verkäufer zwingend einen Käufer finden, um einen Kauf zustande zu bringen. Er muss also jemanden finden, der bereit ist, den geforderten Preis zu zahlen. Wenn keiner kaufen will, geht der Preis solange nach unten, bis einer zuschlägt. Der Aktienpreis ist also immer eine direkte Folge von Angebot und Nachfrage.

Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Handeln?

Eindeutige Signale für Gier und Angst zu finden ist schwer. Da ist es schon wesentlich einfacher, dann zu investieren, wenn Geld dafür verfügbar ist und diese Investition gegen Verlust durch eine Barriere abzusichern.
Dadurch schließt man aus, dass man Krisen aussitzen will und trotz Abwärtsschwung investiert bleibt. Geht ja fast jedem so: wenn die Werte nach unten gehen, denkt man: so schlimm wird schon nicht. Und wird es schlimm, will man den Verlust nicht realisieren.
Besser ist es, einen automatisierten Verkaufsauftrag einzustellen. Der Computer zögert nicht: wird die festgelegte Verlustschwelle erreicht, wird verkauft – gnadenlos. Danach kann man entscheiden, wann und mit welchen Produkten man wieder einsteigt.

Idealerweise kostet so ein Aus- und Einstieg nur wenige Euros. Daher sind die Kosten kein Thema.

Anmerkung:
Da für den Kleinanleger eine vernünftige Aktienmischung aus finanziellen Gründen kaum möglich ist, bieten sich entsprechende Investmentfonds dafür an. Einzelaktien sind immer riskanter, als eine breit gestreute Mischung aus mehreren hundert bis über tausend verschiedenen Aktien.

Wo stehen wir gerade?

Aktuell gehen Experten noch von einer Angstphase aus. Die Gier ist noch nicht in Sicht.

Wollen Sie mehr wissen? Vereinbaren Sie einen Termin mit mir oder rufen Sie mich an: 0699 19047359.

Am Anfang teurer, am Ende Sieger

Uns Honorarberatern wird oft vorgeworfen, wir wären teurer als die Provisionsberater. Wenn man nur die Startkosten für die Beratung bis zum fertig investierten Depot nimmt, dann stimmt das auch. Das kostet Geld.

Es ist ähnlich wie bei den „Gratis“Handys. Diese Geräte sind ja nicht gratis, sondern es handelt sich um einen Ratenkauf. Der Kunde zahlt das Gerät über den höheren Tarif monatlich ab.
Bei einer Provisionsberatung zahlt der Kunde die Beratungskosten über die jährlichen Verwaltungsspesen und zwar solange, bis er die Veranlagung verkauft.

Bei der Honorarberatung ist es anders: Der Kunde zahlt ein einmaliges Honorar und danach nur mehr wenig für das Produkt. Der Ertrag einer Veranlagung hängt sehr stark von den jährlichen Kosten ab:
Ein Fonds, der pro Jahr 4% Spesen verrechnet, muss zumindest 4% erwirtschaften, damit der Kunde keinen Verlust macht. Ein Fonds mit 0,5% Spesen pro Jahr ist wesentlich schneller in der Gewinnzone.

Meine Empfehlung: schauen Sie nach, wie viel Ihre Investments im Jahr kosten und rechnen Sie nach. Oder kommen Sie zu mir und wir rechnen gemeinsam.

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