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Experten raten: Sorgen Sie mit Fonds vor

Wie auch von mir immer wieder hier geschrieben, gibt es für eine sinnvolle und ertragreiche Vorsorge nur einen Weg: veranlagen am Aktienmarkt mittels Investmentfonds.

In der Sendung €co vom 18.9.2014 wird dies für drei Szenarien beschrieben:

1. Person muss noch 30 Jahre auf die Pension warten
2. Person muss noch 20 Jahre auf die Pension warten
3. Person muss noch 10 Jahre auf die Pension warten

Es wurden zwei Banken und eine Investmentfondsgesellschaft zu diesen drei Veranlagungszeiträumen befragt. Jetzt kann man über die Verteilung zwischen Aktien, Anleihen und Immobilien durchaus verschiedener Meinung sein, aber Fakt ist: Ohne Aktien(fonds)investment geht es nicht.

Leider wird auch in dieser Sendung wieder mit dem Argument: „Da kenn ich mich nicht aus, dazu muss man Experte sein“ gegen die Veranlagung in Fonds argumentiert.
Ich frage meine Kunden, die mir ähnliches sagen, immer, ob sie Autos (Züge, Flugzeuge) benutzen. Jeder sagt „ja“. Dann frage ich sie, ob sie wissen, wie man diese Dinge baut, betreibt und repariert? Weiß natürlich kaum jemand (OK, Mechaniker ausgenommen). Und trotzdem, so meine Antwort, vertraut man sein Leben diesen Fortbewegungsmitteln an!

Bei der Geldanlage allerdings schließt man Fonds aus, weil man sich damit nicht auskennt! Unlogisch, oder? Die Grundbegriffe kann man in 30min. lernen und alles andere macht die Fondsgesellschaft und der Berater.

Das Argument der jungen Dame gegen Ende, sie würde ihr Geld nie so lange jemand anderem anvertrauen (Unterstellung: der würde sich nur selber daran bereichern) finde ich auch spaßig. Resultiert aber meiner Meinung auch aus dem Nichtwissen über die Mechanismen und Möglichkeiten einer Fondsveranlagung.

Wie immer mein Appell: lassen Sie sich beraten und entscheiden Sie an Hand von Fakten, wie Sie Ihr Geld veranlagen sollten.

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Ewige Rente: Wie Versicherungen rechnen

Die Presse vom 23.3.2014: Altersvorsorge: Wer wird die Pensionen zahlen?

Im Artikel wird eine namhafte Versicherung mit einer kleinen Rentenberechnung zitiert:

Laut Versicherung muss ein 20 jähriger 270€ pro Monat 45 Jahre lang einzahlen, damit er dann 1.000€ pro Monat Zusatzrente erhält. Das kam mir etwas viel vor, daher habe ich einmal nachgerechnet.

Ergebnis:

Wenn man die 270€ direkt in einen Investmentfonds spart, erhält man (bei realistischen 5%) eine Endsumme von 504.800€ und kann sich daraus eine ewige Rente in der Höhe von 2.000€ auszahlen lassen (vor Steuer).
Oder umgekehrt: für die angestrebten 1.000€ Rente genügt bei meinem Szenario eine monatliche Sparsumme von 125€, also weniger als die Hälfte.
Wenn wir die KESt. in der heutigen Höhe berücksichtigen, also 1.250€ Rente vor Steuer benötigen, dann müssen wir 160€ sparen. Den Ausgabeaufschlag für den Fonds (5%) habe ich damit auch schon berücksichtigt.

Man sieht: Versicherungen rechnen SICHER anders.