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Altersvorsorge für ein gutes Leben im Alter

Brauchen Sie eine extra Altersvorsorge?

Altersvorsorge für ein gutes Leben im Alter
 

Zum Thema Altersvorsorge gibt es viele Mythen, Gerüchte und vorgefasste Meinungen.
Was da in vielen Menschen vorgeht, darüber möchte ich Ihnen berichten und meine Meinung dazu als Veranlagungsexperte mitteilen.

Bei meinen Gesprächen höre ich immer wieder sehr ähnliche Argumente, warum jemand sich mit dem Thema Altersvorsorge (noch) nicht beschäftigt hat. Darunter zählen zu geringes Einkommen, das Thema ist zu kompliziert, Vater Staat wird sich schon darum kümmern, usw.

Der Staat wird sich schon um mich kümmern

Mit diesem Argument eng verknüpft ist auch die Meinung: „In der Pension brauche ich sowieso weniger Geld“.
Beides sind Argumente, die direkt in die Altersarmut führen können.

Manche haben vielleicht eine so große Pension und eine zusätzliche Firmenpension, dass sie sich vordergründig keine Gedanken machen müssen.
Den meisten von uns droht jedoch bei Pensionsantritt ein grober finanzieller Einschnitt. Das gilt vor allem für jene, die heute unter 40 sind. Bis diese Generation in Pension gehen darf, werden noch viele Reformen und Sparpakete beschlossen werden. Und diese werden sich nicht zum Vorteil der zukünftigen Pensionisten auswirken.

Wer hat Lust, nach einem langen Arbeitsleben von einer Art Mindestsicherung zu leben, die gerade genug für das „Überleben“ ist?

Wer möchte nicht im Alter in einer komfortablen Senioreneinrichtung leben, oder sich die beste Pflege zu Teil werden lassen? Das kostet zusätzliches Geld, für das der Staat sicher nicht aufkommt.

Die staatliche Pension wird nur für das Nötigste reichen, alles andere liegt in Ihrer eigenen Verantwortung.

Weitere Informationen

Wenn Sie mehr wissen möchten, dann kontaktieren Sie mich bitte: Termin online vereinbaren, giefing@finanzberatung-wien.biz oder
anrufen +43 699 19047359 – jederzeit gerne!

Schildkröte

Private Pensionsversicherung: nur etwas für Langlebige

SchildkröteDie AK  (Arbeiter Kammer) hat vor vor Kurzem sieben verschiedene Rentenversicherer und deren Verträge unter die Lupe genommen. Es handelt sich um aktuelle Verträge, die unter der Niedrigzinsphase leiden. Altverträge können durchaus zum Leidwesen der Versicherer besser abschneiden.

Ergebnis der Untersuchung kurz und knackig: Die Versicherten sollten die Lebenserwartung einer Schildkröte haben, um tatsächlich mehr aus der Versicherung zu erhalten, als eingezahlt wurde!

Warum das so ist? Immer das leidige Thema mit den Spesen. Diese entstehen nicht zuletzt aus den Garantievereinbarungen. Jede Kapitalgarantie kostet Geld und daher Rendite.

Wer langfristig sein Geld veranlagen kann und will, ist mit einer direkten Veranlagungen in verschiedenen Fonds am Besten bedient. Hier sind die Spesen gering und genau kalkulierbar. Eine Mischung aus mehreren Anlageklassen zur Risikominimierung lässt sich ebenso erreichen, wie eine intelligente Depotabsicherung für den Krisenfall.

Wenn Sie so eine Versicherung derzeit besparen, dann biete ich Ihnen eine Überprüfung an, damit Sie die Ertragsaussichten besser einschätzen können.

Wer mehr wissen will: Termin online vereinbaren, giefing@finanzberatung-wien.biz oder anrufen +43 699 19047359 – jederzeit gerne!

Erst sparen, dann genießen

renteFinden Sie es auch ziemlich nervig, wenn Ihnen jemand (so wie ich) dauernd etwas von Sparen und Veranlagen erzählt und dass man das über viele Jahre durchhalten muss? Das ersparte Kapital soll man natürlich nicht angreifen, sonst nimmt man sich den Zinseszinseffekt weg! Für viele ein ziemlich langweiliges Thema, einfach unsexy.
Erst kürzlich hat mir eine Berufseinsteigerin (so Mitte 20) erklärt: „Ich glaube nicht, dass sich irgendjemand in meinem Bekanntenkreis für so etwas interessiert!“. Auch OK.

Haben Sie sich schon einmal ausgerechnet, wie alt Sie vermutlich werden? Also wie viele Jahre Sie noch haben, so rein statistisch? Dafür gibt es sogar eigene Berechnungsprogramme im Netz (dieses hier bspw. Wie alt werde ich?).

Ich habe gerade nachgerechnet: mir bleiben noch so ungefähr 24 Jahre (eigentlich verdammt wenig) und davon werde ich wahrscheinlich 20 Jahre in Pension sein.

Wenn dann die Pension da ist, dann ist der Moment gekommen, das Ersparte auch zu genießen. Sie haben dann die Wahl: nur so viel entnehmen, wie der ungefähre Gewinn beträgt oder auch das Grundkapital langsam verbrauchen.

Meine Pensionslücke habe ich mir schon ausgerechnet. Mit diesem Pensions-Brutto-Netto Rechner können Sie die geschätzte Pension laut Ihrem Pensionskontoauszug eingeben und sich die Nettopension ausrechnen lassen. Was Sie heute netto verdienen, wissen Sie ja.

Meine Lücke ist ca. 400€ breit. Da ich in der Pension mindestens gleich gut leben möchte wie heute möchte ich 600€ pro Monat zusätzlich haben.

Woher kann ich diesen Betrag nehmen?

Wenn ich mein Grundkapital nicht verbrauchen möchte, damit auch die Erben noch etwas davon haben, dann benötige ich ein Fondsdepot in der Höhe von mindestens 110.000€. Dafür reicht das Kapital dann auch länger als 20 Jahre (eine sogenannte „Ewige Rente“), sollte ich doch älter als der Durchschnitt werden.

Wenn ich auch das Grundkapital verbrauchen möchte, dann kann ich 20 Jahre lang 600€ entnehmen bei einem Depotwert von 80.000€.
Übrigens: in dieser Modellrechnung hätten Sie 145.000€ von Ihrem Depot konsumiert und nur 80.000€ eingezahlt!

Ziemliche Summen, die man für eine vernünftige Zusatzrente braucht. Daher erst sparen und dann ordentlich genießen, anders herum funktioniert es leider nicht!

Minister verkündet: Es gibt keine Pensionslücke!

Endlich eine gute Nachricht: Minister Hundstorfer erklärte in der Kronen Zeitung vom 8.9.2014, dass es die Pensionslücke nicht gibt und diese nur eine Erfindung der Versicherungen und Banken ist.

Hurra, wir brauchen uns also keine Sorgen mehr machen, das Umlagesystem funktioniert trotz der steigenden Anzahl von Pensionisten, das Budget ist offensichtlich auch saniert, wir erhalten 100% vom Letztbezug als Pension, also alles in Ordnung.

Glauben Sie ihm das? Ich nicht.

Man muss nur bedenken, dass sich die Pension aus 71,2% des Mittelwerts der Bemessungsgrundlagen aus den letzten 28 bzw. bis zu 40 Jahren (je nach Geburtsjahr) berechnet. Daraus ergibt sich zwangsläufig eine Lücke zwischen Aktivgehalt und Pension von fast 30%.

Weiters werden in den nächsten Jahren immer mehr Pensionisten auf einen Erwerbstätigen kommen. Wir wissen doch alle, wie die Altersverteilung in Österreich aussieht:

alterspyramide österreich 2014

Erschreckend. Und es wird in den nächsten Jahren nicht besser werden. Daher wird das Umlagesystem immer wieder reformiert werden müssen und sicher nicht zu Gunsten der Pensionshöhe. Ganz im Gegenteil
Daher lassen wir uns nicht für dumm verkaufen und tun etwas gegen die reale Lücke.

Ich biete Ihnen daher an, mit Ihnen und für Sie Ihre Pensionslücke zu berechnen und die entsprechenden Gegenmaßnahmen auszuarbeiten. Sie müssen nur Ihren aktuellen Pensionskontoauszug und ca. eine Stunde Zeit mitbringen.

7 Gründe, warum man nicht mit Investmentfonds sparen sollte

In den letzten Jahren habe ich einige Gespräche über das Thema Sparen und Veranlagen geführt. Dabei sind einige Gründe aufgetaucht, warum viele NICHT in Investmentfonds sparen wollen:

  1. Damit kenne ich mich nicht aus
  2. Ich habe keine Zeit, mich mit meiner Veranlagung dauernd zu beschäftigen
  3. Mir genügen meine Zinsen am Sparbuch, Bausparer, … ich spekuliere nicht mit meinem Geld
  4. Hauptsache, das Geld wird am Konto nicht weniger
  5. Investmentfonds sind generell zu unsicher, die investieren ja in Aktien
  6. So etwas ist nur für die Reichen, dafür habe ich zu wenig Geld
  7. Wer weiß was mit meinem Geld passiert, wenn die Fondsgesellschaft Pleite macht
  8. … — Haben Sie auch noch ein paar Argumente vorrätig? —…..

Klingt doch alles sehr plausibel, oder?

Andererseits:

  • Viele fahren Auto obwohl sie keine Ahnung haben, wie man es repariert. Mit dem Auto geht man zum Mechaniker seines Vertrauens, mit dem Geld sollte man zum Anlageberater seines Vertrauens gehen.
  • Um die Veranlagung muss man sich nicht andauernd kümmern, denn
    „Hin und her macht Taschen leer“
    Soll heißen: veranlagen und abwarten. Nicht nervös werden, wenn schlechte Nachrichten in den Zeitungen stehen. Dafür sind die Fondsmanager da.
    Alle paar Monate ein Blick auf das Depot oder ein Gespräch mit Anlageberater genügt.
  • Zinsen sind nicht unmoralisch. Zinsen auf Investitionen in Fonds haben nichts mit Gier oder Spekulation zu tun. Geld wird schon seit Jahrhunderten über Aktien u.ä. in die Wirtschaft investiert. Die Rendite die man erhält ist die Abgeltung des Investitionsrisikos.
  • Wenn das Ersparte am Konto numerisch nicht weniger wird (sogar immer ein bisschen höher), heißt das nicht, dass man sich von diesem „Gewinn“ tatsächlich mehr kaufen kann. Steuern und Inflation fressen mehr weg, als Erträge dazu kommen.
    3% Inflation bedeuten in 24 Jahren die halbe Kaufkraft!
  • Die Aktienmärkte und damit die darin investierenden Investmentfonds sind auf lange Sicht die einzigen, die Gewinne erwirtschaften. Dazu gibt es ausreichend viele Studien.
  • Natürlich hat der, der viel Geld hat, bessere Veranlagungsmöglichkeiten, als der, der wenig Geld hat. Die Welt ist nun mal nicht gerecht.
    Aber jeder hat die Chance, auch für kleine Beträge gute Zinsen zu bekommen.
  • Investmentfonds unterliegen internationalen und nationalen Gesetzen, die zum Schutz des Anlegers viele Risiken ausschalten.
    So ist das Geld der Anleger Sondervermögen und daher vor dem Konkurs der Fondsgesellschaft und der beteiligten Banken sicher (besser als die Einlagesicherung durch den Staat).
    Fonds müssen ihr Vermögen auf viele verschiedene Firmen streuen, da weder eine einzelne Aktie zu hohen Anteil am Gesamtfonds haben darf, noch der Fonds zu viele Anteile einer Firma halten.

Daher wie immer mein Aufruf: wechseln Sie zumindest mit einem Ihrer Sparprodukte in einen Investmentfonds. Sie werden es nicht bereuen.

Für die richtige Veranlagung ist man nie zu alt!

Letzte Woche in der Krone habe ich einen Artikel über die deutschen Beamtenpensionisten gefunden. Dass diese zu den reichsten Pensionisten in Deutschland gehören, ist an sich noch nicht so bemerkenswert, das hätte ich auch so vermutet. Interessant allerdings fand ich, dass diese Personengruppe sehr stark in Immobilien und Aktien investiert ist! Man bedenke: Pensionist und Aktien! Na sowas – Aktien sind doch so riskant und nichts für Pensionisten, oder?

Anscheinend doch.

Denn wenn jene, die viel Geld haben, diese in Aktien investieren, dann werden sie sich bestimmt etwas dabei gedacht haben. Sie haben offensichtlich erkannt, dass nur eine ertragreiche Investition vor dem Geldwertverlust schützt.

Was lernen wir daraus? Wer seinen Geldwert erhalten und vermehren möchte, muss einen anderen Weg gehen. Nicht das Sparbuch und der Bausparer, sondern die breit gestreute Investition in Sachwerte ist der richtige Weg.

Das gilt nicht nur für deutsche Beamtenpensionisten.

Die Geld(un)gleichverteilung

Die Zentralbanken drucken neues Geld um die Wirtschaft (und damit die Inflation) anzutreiben. Neues Geld und niedrige Zinsen sollen die Kreditvergabe erleichtern und uns alle zu mehr Konsum bzw. Investition anregen. Die von der EZB angepeilte Inflationsrate liegt bei ca. 2%.

Aber diese neuen, billigen Gelder erhalten nur jene gleich zu Beginn, die bereits Geld haben. Denn nur, wer der Bank entsprechende Sicherheiten in Form von Immobilien oder Veranlagungen vorweisen kann, kommt auch in den Genuss dieser Maßnahme.

Wer schaut durch die Finger und zahlt die Rechnung? Der, der nichts gespart hat! Denn er bekommt keinen günstigen Kredit und muss die gestiegenen Lebenshaltungskosten voll abfangen. DIe Inflation hilft nur dem, der richtig veranlagt ist, allen anderen schadet sie.

Dabei ist der Aufbau eines Vermögens in kleinen Schritten für jeden möglich. Wenn rechtzeitig mit dem Sparen in ertragreichen Sachwerten begonnen wird (50€ pro Monat sind üblicherweise der Einstiegsbetrag), dann sind später größere Anschaffungen möglich, weil ein Kredit zu besseren Konditionen zu bekommen ist.

Es ist immer nur eine Frage der Perspektive: gebe ich mein ganzes Geld für mein tägliches Leben inkl. diverser Vergnügungen aus oder lege ich mir einen Teil davon zurück, auch wenn’s manchmal hart ist.
Sparen ist nicht altmodisch und unnütz! Es ist ein Gebot der Stunde. Nicht zuletzt, wenn man sich die Zahlen am neuen Pensionskonto ansieht. Wer für die Pension nicht vorsorgt, wird sich dann ziemlich einschränken müssen. Dann ist Schluss mit lustig.

Wie in der aktuellen Ausgabe der Arbeiterkammer Zeitung (AK Für Sie, Juli-August 2014) zu lesen ist, sollte man es sich sehr genau überlegen, ob man sein Geld in einem Versicherungsprodukt langfristig binden will oder nicht doch lieber die flexible, jederzeit verfügbare Variante eines Investmentfonds nimmt. Auch mit Investmentfonds lässt sich bei Pensionsantritt eine „ewige Rente“ realisieren.

Mein Tipp: Lassen Sie sich beraten und überdenken Sie Ihr Sparverhalten.

Pension: wie Frauen vorsorgen

Die Wiener Städtische hat eine Umfrage zum Thema Pensionsvorsorge der Frauen beauftragt. Wie nicht anders zu erwarten, und nicht zuletzt der Einkommensdifferenz zu den Männern geschuldet, besteht hier noch ein großer Nachholbedarf.

Frauen wissen, dass ihre Pension später einmal gerade für die Bestreitung der täglichen Ausgaben reichen wird, die Höhe der Pensionslücke ist ihnen bewusst, Geld wäre auch vorhanden, aber vorgesorgt wird trotzdem wenig.

Noch schlimmer ist, dass die Vorsorge mittels klassischer Sparformen (Sparbuch, Bausparer) und Lebensversicherungen erfolgt. Alles Geldwertprodukte, die wenig Zinsen, hohe Spesen haben und unter der Inflation leiden.
Anscheinend ist das Wissen über die ertragreiche Sparform mittels Investmentfonds nicht oder nur rudimentär vorhanden.

Als Anreiz eine kurze Berechnung:

Lt. Umfrage würden rd. 50% der Frauen 70€ pro Monat sparen können. Nach 20 Jahren würden so 16.800€ eingezahlt werden.

Auf einem normalen Sparbuch ergibt das einen Zuwachs von 316€ bzw. 0,90% pro Jahr.
Als Sparplan in den Templeton Global Bond Fund gespart, ergibt das einen Zuwachs von 18.000€ bzw. 6,80% pro Jahr (Spesen berücksichtigt). Die Einlage hat sich verdoppelt.

Wer also mit Sparbuch oder Bausparer (nur unwesentlich besser verzinst) vorsorgt, vernichtet sein Geld. Wenn hier noch Inflation und KESt. abgezogen werden, ist das Sparbuch weit im roten Bereich, der Investmentfonds immer noch auf der Gewinnerseite.

Daher meine Aufforderung an Sie: Sparen Sie zumindest einen Teil Ihres Einkommens in Sachwerte, also Investmentfonds.

Einen Termin für eine kostenlose Beratung können Sie ganz einfach hier anfordern: Terminvereinbarung via TerminApp

Das neue Pensionskonto

Haben Sie auch Post von Ihrer Sozialversicherungsanstalt zum Thema „Pensionskonto“ bekommen? Dieses wird im Laufe des heurigen Jahres (2014) online gehen. Hoffentlich erfolgreicher als die Zentralmatura (obwohl ich das kaum glauben kann).

Es wird auf jeden Fall wichtig sein, den Inhalt des Pensionskontos genau zu überprüfen, denn fehlende Versicherungsjahre können sich auf die Pensionshöhe bzw. das Antrittsalter negativ auswirken.

Man kann ja auch schon jetzt online einen Versicherungsdatenauszug anfordern und erhält diesen sofort am Bildschirm als PDF Datei angezeigt. Dazu benötigt man eine sogenannte „qualifizierte digitale Signatur“ – nicht fürchten, alles halb so schlimm.

Um zu dieser digitalen Signatur zu kommen, gibt es einige Möglichkeiten. Das sind meiner Meinung die zwei einfachsten Varianten:

  • Sie aktivieren Ihr Handy („Handy Signatur“)
  • Sie aktivieren Ihre e-Card

Handy Signatur

Eine Auflistung der verschiedenen Aktivierungsmöglichkeiten gibt es bei A-Trust: http://www.handy-signatur.at/

Im Prinzip ist diese Variante für alle Personen mit Mobilfunkverträgen verfügbar, für Wertkartenhandys nicht. Warum: Bei einem Mobilfunkvertrag werden Ihre persönlichen Daten bei Vertragsabschluss mittels Lichtbildausweis geprüft. Der Vertrag (=die SIM Karte) ist somit Ihnen persönlich zugeordnet. Ein Wertkartenhandy hingegen ist anonym.

Die Aktivierung kann dann über Finanzonline (das Online Service unseres geliebten Finanzministeriums) erfolgen. Wenn Sie bereits einen Zugang auf haben, geht das sehr schnell und direkt von zu Hause aus. Haben Sie noch keinen, können Sie diesen hier anfordern:

https://finanzonline.bmf.gv.at/fon/.

Dann müssen Sie noch auf einen RSa Brief warten. In diesem finden Sie die Zugangsdaten zu Finanzonline. Dann können Sie Ihr Handy aktivieren und zukünftig für die Anmeldung zu den verschiedenen e-Services nutzen.

Signatur mittels e-Card (Bürgerkarte)

Die zweite Variante, wie Sie Zugang erhalten, ist die Verwendung der e-Card. Dazu benötigen Sie einen Kartenleser an Ihrem PC. Ist der Kartenleser betriebsbereit, können Sie über die a-Trust Seite den sogenannten „a-sign client“ installieren (http://www.a-trust.at/ATrust/asignclient.aspx). Danach kann es auch schon losgehen. In einem mehrstufigen Verfahren werden verschiedene Daten („Schlüssel“) auf Ihre Karte geladen. Sie werden aufgefordert, eine Karten- und eine Signatur PIN einzugeben (GUT MERKEN!). Leider müssen Sie auch bei diesem Verfahren auf einen RSa Brief warten. Dieser enthält einen Zugangsschlüssel. Erst damit lässt sich das Verfahren abschließen und die Karte endgültig aktivieren.

Alternativ zur Installation des a-sign clients gibt es auch eine Onlinevariante (basierend auf java). Nennt sich „Online BKU“ = BürgerKartenUmgebung. Ist manchmal etwas störrisch, vor allem, wenn die installierte java Version nicht der entspricht, die der Client gerne hätte.

Um die e-Card zu aktivieren gibt es noch einen (relativen neuen) Weg: es ist möglich, dass ein „Zertifizierungsbeauftragter“ (z.B. ein Finanzberater) Ihre Karte mit seiner Karte freischaltet. Er (natürlich auch sie) bürgt für Ihre Identität. Dadurch erhält der Berater KEINEN Zugang zu Ihren Daten (wie manche befürchten könnten), das funktioniert weiterhin nur mit Ihrer Karte und Ihrer PIN. Dieser Vorgang kann überall durchgeführt werden (Internetzugang, Computer und Kartenleser vorausgesetzt).

Natürlich können Sie auch zu einer Zertifizierungsstelle gehen und Ihre Karte dort aktivieren lassen (1010 Wien, Schauflergasse, Ecke Ballhausplatz). Dort verkauft man Ihnen auch gleich einen Kartenleser.

Verfügbare e-Services

Haben Sie Ihren Zugang mittels e-Card oder Handy aktiviert, können Sie die verschiedenen Services unserer modernen 🙂 Verwaltung nutzen:

  • Finanzonline: Online Steuerausgleich. Sehr zu empfehlen, da eine Vorausberechnung ohne Übermittlung an das FA gemacht werden kann. Dann weiß man gleich, ob man Steuerschulden hat oder nicht.
  • Pensionskonto, Versicherungsdatenauszug
  • SV Kontoabfrage
  • diverse Anträge an Ihre Sozialversicherung
  • Wahlkarten beantragen (auch für die EU Wahl)

Eine Liste aller Dienste finden Sie hier: https://www.buergerkarte.at/anwendungen-karte.html

Aktivieren Sie Ihren Zugang und nutzen Sie diese Möglichkeiten, es vereinfacht sich doch so manches.