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Warum es schwer ist, etwas zu tun

Da hat man gute Vorsätze, ist bereit, will alles besser machen und dann? Dann holt einem der Alltag ein.

Wovon man gestern noch begeistert war, wird heute schon wieder in Frage gestellt.
Was man gestern als die neue Richtung entdeckt hat, erscheint heute als möglicher Irrweg.

Ich erlebe das manchmal bei Erstberatungen: mein Gesprächspartner (meine Gesprächspartnerin) scheint von meinen Argumenten überzeugt. Es werden schon Überlegungen über die Höhe der Veranlagungssumme angestellt, die finanziellen Zielen definiert. Es scheint alles in bester Ordnung zu sein. Dann vereinbaren wir eine Bedenkzeit, denn ich will niemand überreden oder überrumpeln.

Beim nächsten Telefonat scheint dann vom Besprochenen und Festgelegten nur mehr wenig gültig zu sein. Woran liegt das?

Vielleicht daran:

Es ist nicht besonders schwer, etwas zu tun, aber es ist viel leichter, etwas NICHT zu tun!

In den wenigen Tagen zwischen Gespräch und Anruf zwecks Terminvereinbarung für ein konkretes Veranlagungsgespräch kommen die Bedenken. Möglicherweise auch ausgelöst durch Gespräche mit Freunden und Verwandten. Denn jeder kennt jemanden, der schon „alles verloren“ hat. Der schlecht beraten wurde, etc.

Die zweite Barriere könnte auch sein, dass man sich von altbekannten Dingen (z.B. dem Sparbuch) trennen und neue Wege gehen muss. Und es ist natürlich viel einfacher, alles beim Alten zu belassen.

Die Wünsche und Träume, die beim Beratungstermin noch wichtig waren, werden als nicht erreichbar eingestuft und abgelegt.

Das ist natürlich sehr schade. Viele gute Investmentgelegenheiten gehen so verloren, nichts wird geändert und ganz schlimm: dieses Verhalten wird an die nachfolgenden Generationen quasi „vererbt“.

Folgen Sie meinem Rat: beginnen Sie mit einem kleinen Teil Ihrer Ersparnisse. Wechseln Sie in eine Sachwertveranlagung. Ich kann Ihnen eine breite Palette an möglichen Investments inklusive einer Verlustbegrenzung anbieten, ganz nach Ihrem Risikobewusstsein. Hier geht’s zur Terminvereinbarung.

Finanzberater – Ein Beruf mit schlechtem Ruf?

Das sagen viele, wenn sie die Berufsbezeichnung „Finanzberater“ hören. Leider hat sich die Branche diesen miesen Ruf auch wirklich hart erarbeitet: viele große und kleine Skandale der letzten Jahre haben potentielle Kunden verschreckt. Berater, die nur den Profit im Kopf hatten (und die nächste Leasingrate für die Nobelkarosse) haben Kunden mit Anlagekonzepten beglückt, die völlig an den Bedürfnissen der Kunden vorübergingen.

Schlechte (eigentlich nicht vorhandene Ausbildung) tat ein Übriges dazu, den Ruf zu ruinieren. Da riskieren viele lieber einen Inflationsverlust mit dem Sparbuch, als einem Finanzberater in die Finger zu fallen.

Die Provision ist an allem schuld

Viele halten das Provisionssystem für den größten Systemfehler.

Beim Provisionssystem kann es sein, dass Finanzprodukte unterschiedlich honoriert werden. Daher werden die Produkte am Häufigsten vermittelt, die dem Berater / dem Vertrieb das meiste Geld einbringen. Ob das empfohlene Produkt jetzt passt oder nicht, ist leider oft zweitrangig.

Weitere Einkommensbestandteile beim Provisionssystem sind die sogenannten Kickbacks der Produktanbieter (Fondsgesellschaften, Versicherungen). Dabei handelt es sich um Rückvergütungen aus Ausgabeaufschlägen bzw. den Managementgebühren für den Vermittler (bzw. den Vertrieb). Davon bemerkt der Kunde zunächst nichts, denn die Zahlungen erfolgen im Hintergrund und werden nicht offen gelegt. Aber man kann natürlich seinen Berater fragen bzw. ist die Auskunft darüber mittlerweile gesetzlich vorgeschrieben.

Als eine Lösung wird das Honorarsystem angepriesen: der Kunde zahlt einen Stundensatz für die Beratung und erhält dafür einen Investmentvorschlag. Diesen kann er dann bei einer Bank oder einem Onlinebroker umsetzen. So sind Produkt und Beratung kostenmäßig entkoppelt. Das Verfahren ähnelt dem beim Steuerberater: auch hier bezahlt man für eine bestimmte Leistung auf Stundenbasis (oder pauschaliert).

Leider dominiert in unserer Gesellschaft das Geiz-ist-geil-Motto. Wie bei den Gratishandys schaut keiner darauf, was das Handy letztendlich kosten wird, denn der Preis verschwindet in den monatlichen Beträgen. Vielen Kunden ist es lieber, dem Berater kein Honorar zu überweisen. Die Beratungskosten bleiben dann im Produktpreis „versteckt“ (Provision). Das dadurch ein objektiver Vergleich zwischen verschiedenen Beratern unmöglich wird, wird ignoriert. Hauptsache die Beratung ist „gratis“. So kann ein Bankberater (der ein fixes Gehalt erhält) leicht von sich behaupten, er arbeite gratis für den Kunden, denn seine Kosten werden indirekt über das (hauseigene) Produkt abgerechnet, welches er seinen Kunden in erster Linie empfiehlt. Ein unabhängiger Berater erhält kein Monatsgehalt, er muss seine Kosten direkt über die Beratung beim Kunden verdienen.

Nehmen Sie als Beispiel die verschiedenen Kapitallebensversicherungen. Die Kosten für die Beratung, den Vertrieb, die Verwaltung, etc. werden direkt aus der monatlichen Prämie bezahlt. Aufgeteilt auf die ersten fünf Jahren wird das Berater-/Vertriebshonorar abgezogen – in dieser Zeit ist die Veranlagungssumme praktisch NULL. Verträge unter 10 – 12 Jahren Laufzeit haben praktisch nichts veranlagt. Erst danach beginnt langsam der Kapitalaufbau.

Muss die Beratung gesetzlich geregelt werden?

Auf EU Ebene wird an verschärften Dokumentations-/ Beratungsrichtlinien gearbeitet, zum Teil sind diese bereits vorhanden (Stichwort MIFID 2). Man diskutiert bspw. eine Aufzeichnungsvorschrift (Audio, Video) jedes Gespräches (auch von Telefongesprächen mit dem Kunden)! Wie so etwas praktisch umgesetzt werden soll, interessiert den Gesetzgeber natürlich nicht.
Wie Beamte so sind, erwarten sie sich davon eine bessere und transparentere Beratung. Im Endeffekt werden jedoch nur neue Formulare mit seitenlangen Warnhinweisen erfunden, die wir Berater dem Kunden vorlegen und unterschreiben lassen müssen.
Heute bereits besteht ein Neukundenantrag aus mindestens drei verschiedenen mehrseitigen Dokumenten. Auf der Rückseite jedes der Dokumente stehen die verschiedenen Erklärungen und Hinweise. Im Dokument müssen alle Risiken vom Kunden per Häkchen zur Kenntnis genommen werden. Meine Erfahrung ist: NIEMAND liest tatsächlich die Rückseiten der Dokumente, FAST niemand will eine nähere Erklärung der Risiken haben.

Was wir brauchen

Meiner Meinung brauchen wir ein Mindestmaß an Finanzausbildung in den Grundschulen und einen offenen Umgang mit dem Thema Geld. Wer den Effekt einer Zinseszinsrechnung nicht versteht, den Unterschied zwischen Aktien und Anleihen nicht kennt, wird die Tragweite seiner Finanzentscheidungen nicht überblicken. Durch Nichtwissen entsteht Furcht und diese Furcht verhindert die Beschäftigung mit diesen Dingen. Damit entgehen den österreichischen Sparern eine Unsumme an möglichen Erträgen.

Wir sollten auch unsere Einstellung zu Geld und Gewinn einmal überdenken. Denn hohe Gewinne für sein Geld zu erwirtschaften, ist nicht unmoralisch.

Wie sagte unlängst ein Vortragender beim „EPU Business Labor“ der Wirtschaftskammer:

„Natürlich gibt es höhere Werte als Umsatz und Gewinn. Wenn Sie mir zeigen, wie Sie mit höheren Werten Ihre Miete bezahlen, buche ich ein Seminar darüber bei Ihnen!“

Wir sparen uns arm

Trockene ZeitenWie schon des Öfteren festgestellt und jetzt wieder durch eine aktuelle Studie belegt, leben wir in Österreich am Ende der Nahrungskette was die Erträge der Sparguthaben betrifft. Dummerweise sind die Preise bei uns höher als bei den Nachbarn. Damit sind wir gleich zweimal „gestraft“.

Gegen die Preisdifferenz kann man als Einzelner nichts tun, denn Lebensmittel muss man nun einmal einkaufen. Aber gegen die schlechten Erträge der Sparguthaben gibt es eine Lösung.

Hier kurz das Ergebnis der Studie: Die Niederländer erhielten seit 2010 im Durchschnitt 7,2% Rendite pro Jahr, die Österreicher nur 2,6%. Wenn man jetzt noch die länderspezifischen Inflationsraten abzieht, bleiben uns nur magere 0,3% im Gegensatz zu 5,4% in den Niederlanden.

Wieso? Ganz klar: wir sparen hauptsächlich über Sparbücher und ähnliche Geldwertprodukte. Durch die niedrigen Zinsen der letzten Jahre bleibt da unter dem Strich nichts über. Wer auf die große Erholung wartet, kann sich auf eine lange Wartezeit einrichten. Solange die Wirtschaft in Europa nicht ordentlich anzieht, bleiben die Zinsen unten. Und steigen dann einmal Wirtschaftsleistung und Zinsen, steigt auch wieder die Inflationsrate an.

Was tun die Niederländer? Sie sparen ZUSÄTZLICH in Aktien(fonds).

Interessant ist, dass bei uns der Unterschied zwischen den Einkommensklassen in Punkto Sparertrag sehr gering ist (ärmste Gruppe 1,7%, reichste Gruppe 2,2%). Damit liegen die „Reichen“ gerade noch über der Inflation und erreichen zumindest einen Kapitalerhalt, aber kaum mehr. Ab einigen Millionen auf der hohen Kante kann das ausreichend sein.

Ich frage mich nun, was machen die Finanzberater in anderen Ländern besser, so dass mehr Kunden auf ihren Rat hören und einen Teil des Geldes in die Wirtschaft investieren? Hier in Österreich ist anscheinend das Streben nach der absoluten Kapitalsicherheit so stark, dass alle anderen Überlegungen verdrängt werden. Bei den Niederländern ist trotz ihrer historischen Erfahrungen eine wesentlich größere Bereitschaft da, etwas zu riskieren und dadurch bessere Renditen zu erwirtschaften.

PS: zum Thema „Wann steigen die Zinsen“ hier ein Weihnachtsgedicht von Fidelity 🙂

Drachen steigen lassen

Senioren veranlagen verboten?

Drachen steigen lassenWie schaut es mit den Geldanlagemöglichkeiten für Senioren aus?

 

Zuerst die Frage, ab wann jemand zum Kreis der Senioren gehört: ab 50, 60 oder ab 70? Heutzutage sind Menschen im Pensionsalter noch äußerst aktiv und unternehmungslustig. Aber für die Finanzbranche sind Menschen ab 65 ein schwieriges Thema. Es gelten besondere Beratungsregeln. Mein Haftungsdach bspw. prüft solche Anträge verstärkt und genehmigt diese nicht automatisch.
Das ist auch in Ordnung! Zu oft wurden ältere Menschen von „Beratern“ zu riskanten Veranlagungen überredet und niemand hat es rechtzeitig bemerkt. Dann ist jemand mit 70 plötzlich Miteigentümer an einem Schiffsfond und irgendwann sein Geld los.

Aber zurück zur Ausgangsfrage: darf ich Senioren eine Veranlagung empfehlen?

Ziele

Dazu müssen zuerst die Ziele definiert werden:

  1. Soll für spätere Pflegemaßnahmen etwas zurückgelegt werden?
  2. Ist eine Zusatzpension gewünscht (um die Pensionslücke zu stopfen)?
  3. Soll das vorhandene Vermögen den Erben zu Gute kommen?

Zusatzpension

Eine Zusatzpension wird auf unbestimmte Zeit gewünscht. Hier kommt es auf einen stabilen jährlichen Ertrag an. Verluste am Depot sind tragbar, sofern im Durchschnitt der Ertrag passt. Diese Form der „ewigen Rente“ hat den Vorteil, dass im Normalfall das Kapital nicht angegriffen wird, denn zur Auszahlung kommen nur die Gewinne. Daher bleibt auch Geld am Depot übrig für besondere Kosten (z.B. das Begräbnis) oder für die Erben.

Der Start kann durch Veranlagung einer Abfertigung erfolgen. Durch sorgfältige Analyse erstelle ich einen Anlagevorschlag. Je nach Wunsch kann die Berechnung mit oder ohne Kapitalerhalt erfolgen.

Vererben

Soll das Kapital vererbt werden, dann kann mit einer längeren Veranlagungsdauer gerechnet werden, denn im Erbfall muss das Depot nicht aufgelöst werden. Es kann relativ einfach auf den / die Erben übertragen und fortgeführt werden. Idealerweise erfolgt die Veranlagung gemeinsam mit den zukünftigen Erben, um eine abgestimmte Strategie zu entwickeln.

Pflegevorsorge

Das Thema Pflegevorsorge ist sehr speziell zu behandeln. Hier gibt es am Markt eine Reihe von Versicherungsprodukten zu sehr unterschiedlichen Preisen. Diese haben eine gewisse Wartezeit zwischen Abschluss und Wirksamkeit, sind aber doch recht kurzfristig zu haben. Natürlich abhängig davon, wie viel Geld man bereit ist, einzuzahlen und welche Leistungen man haben möchte. Dazu kann Ihnen ein unabhängiger Versicherungsmakler genauer Auskunft geben.

Werden Investmentfonds als Vorsorgeprodukt verwendet, sollten diese 5 – 10 Jahre vor dem vermuteten Eintrittsdatum gekauft werden, damit ausreichend Kapital für einen Entnahmeplan zur Verfügung steht. Vorteil der Investmentfondslösung ist immer, dass das nicht verbrauchte Kapital am Ende zur Verfügung steht. Es kann durch einen Depotübertrag an andere Personen weitergegeben werden, es entstehen keine Übertragungskosten. Auch eine Teilentnahme für besondere Fälle ist jederzeit möglich.

Ich meine, es ist auch für die Generation 60+ durchaus sinnvoll, eine Veranlagung in Investmentfonds in Betracht zu ziehen. Das Argument: „Du bist zu alt dafür“ gilt nicht.

Wenn Sie eine detaillierte Beratung zu diesem Thema wünschen, dann können Sie mich gerne unter Tel.: +43 699 19047359 oder giefing@finanzberatung-wien,biz zur Terminvereinbarung kontaktieren.

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Erst sparen, dann genießen

renteFinden Sie es auch ziemlich nervig, wenn Ihnen jemand (so wie ich) dauernd etwas von Sparen und Veranlagen erzählt und dass man das über viele Jahre durchhalten muss? Das ersparte Kapital soll man natürlich nicht angreifen, sonst nimmt man sich den Zinseszinseffekt weg! Für viele ein ziemlich langweiliges Thema, einfach unsexy.
Erst kürzlich hat mir eine Berufseinsteigerin (so Mitte 20) erklärt: „Ich glaube nicht, dass sich irgendjemand in meinem Bekanntenkreis für so etwas interessiert!“. Auch OK.

Haben Sie sich schon einmal ausgerechnet, wie alt Sie vermutlich werden? Also wie viele Jahre Sie noch haben, so rein statistisch? Dafür gibt es sogar eigene Berechnungsprogramme im Netz (dieses hier bspw. Wie alt werde ich?).

Ich habe gerade nachgerechnet: mir bleiben noch so ungefähr 24 Jahre (eigentlich verdammt wenig) und davon werde ich wahrscheinlich 20 Jahre in Pension sein.

Wenn dann die Pension da ist, dann ist der Moment gekommen, das Ersparte auch zu genießen. Sie haben dann die Wahl: nur so viel entnehmen, wie der ungefähre Gewinn beträgt oder auch das Grundkapital langsam verbrauchen.

Meine Pensionslücke habe ich mir schon ausgerechnet. Mit diesem Pensions-Brutto-Netto Rechner können Sie die geschätzte Pension laut Ihrem Pensionskontoauszug eingeben und sich die Nettopension ausrechnen lassen. Was Sie heute netto verdienen, wissen Sie ja.

Meine Lücke ist ca. 400€ breit. Da ich in der Pension mindestens gleich gut leben möchte wie heute möchte ich 600€ pro Monat zusätzlich haben.

Woher kann ich diesen Betrag nehmen?

Wenn ich mein Grundkapital nicht verbrauchen möchte, damit auch die Erben noch etwas davon haben, dann benötige ich ein Fondsdepot in der Höhe von mindestens 110.000€. Dafür reicht das Kapital dann auch länger als 20 Jahre (eine sogenannte „Ewige Rente“), sollte ich doch älter als der Durchschnitt werden.

Wenn ich auch das Grundkapital verbrauchen möchte, dann kann ich 20 Jahre lang 600€ entnehmen bei einem Depotwert von 80.000€.
Übrigens: in dieser Modellrechnung hätten Sie 145.000€ von Ihrem Depot konsumiert und nur 80.000€ eingezahlt!

Ziemliche Summen, die man für eine vernünftige Zusatzrente braucht. Daher erst sparen und dann ordentlich genießen, anders herum funktioniert es leider nicht!

Wegrennen, Totstellen oder Kampf

Achtung Gefahr

Achtung Gefahr

Ist man feige, wenn man vor einer echten Lebensgefahr wegläuft? Wohl kaum! Unser Gehirn ist auf Lebenserhaltung trainiert. In der Gefahrensituation werden sehr alte Reaktionsmuster wach: Wegrennen, Totstellen oder Kampf.

Der Befehl zum Angriff kommt dank unserer (meist) vorhandenen Zivilisation relativ eher selten zur Ausführung – Gott sei Dank.

Totstellen, also Kopf einziehen und warten bis alles vorüber ist, ist auch eine beliebte Taktik. Funktioniert nicht immer, manche unangenehme Situation erwischt uns auch dann, wenn der Kopf tief im Sand steckt.

Wegrennen können wir nur vor physischen Gefahren, vor anderen nicht. Auch keine gute Taktik.

Wie entscheiden wir welches Verhalten gerade das Beste ist? Aus dem Bauch heraus, basierend auf bereits erlebten ähnlichen Gelegenheiten oder erlernten Erziehungsmustern. Da werden keine Statistiken befragt, nicht bei  Google nachgeschlagen und meist auch nicht rational nachgedacht. Da regiert das Unterbewusstsein.

Wie bedrohlich sind Finanzentscheidungen?

Eine echte Lebensgefahr geht von solchen Entscheidungen nur selten aus. Natürlich kann man durch unbedachte Entscheidungen (z.B. eine Bürgschaft) viel verlieren. Aber Entscheidungen für oder gegen eine Veranlagung dürfen das tägliche Leben nicht beeinflussen. Denn veranlagen darf man nur das, was man langfristig nicht braucht.

Leider entscheiden wir auch hier oft nach den gleichen Mustern:
Wegrennen: da bietet uns so ein Berater seine Hilfe an und wir winken ab und suchen schnell das Weite, der will ja eh nur unser Geld.
Totstellen: jemand erzählt uns etwas zu dem Thema und wir argumentieren:das brauch ich nicht, das passiert mir nicht, das klappt alles nicht, will ich nicht hören, interessiert mich nicht, geht mich nichts an, …

Dabei wäre hier die Variante „Angriff“ die bessere Lösung. Wir erkennen mit Unterstützung eines Fachmannes die anstehenden Probleme und suchen gemeinsam eine Lösung. Wir lassen uns die Sachbeweise zeigen, recherchieren auch selber im großen Wissensspeicher des Netzes und treffen dann eine rationale Entscheidung. Diese kann durchaus auch eine Entscheidung gegen den Rat des Beraters sein, denn nicht immer passt die Chemie zwischen dem Kunden und dem Berater und nicht jedes Produkt passt zu jedem Kunden. Kommt vor! Dann muss man eben weitersuchen, es gibt genug Möglichkeiten!

Erfolg (auch der Finanzielle) mit drei Buchstaben? TUN!

Hat eine ertragreiche Veranlagung etwas mit Glück zu tun?

Ich höre immer wieder, dass ein Gewinn am Depot einfach „Glückssache“ ist. Und ich kann diese Aussage ja verstehen. Wenn jemand sein ganzes Leben immer nur am Sparbuch gespart hat, dann kann er sich nicht vorstellen, dass es da etwas gibt, das wesentlich mehr Zinsen einbringt und trotzdem eine gewisse Sicherheit bietet. In der Schule lernt man von den Gefahren des Aktienmarktes und wird auch später durch diverse Zeitungsberichte immer wieder davor gewarnt.
Ich will jetzt gar nicht darüber spekulieren, wem das nutzt – dem Sparer sicher nicht.

Es gibt drei Faktoren, die für eine erfolgreiche Veranlagung wichtig sind:
ZEIT – BETRAG – RENDITE
–> also Erfolg = Zeit x Betrag x Rendite (mathematisch nur bedingt korrekt, aber Sie verstehen was ich meine).

Spare ich regelmäßig, wenn auch kleine Beträge, und halte das über viele Jahre durch, habe ich bereits zwei der drei Faktoren angewendet. Ist mein Geld am Aktienmarkt investiert, dann stimmt auch die Rendite. Denn eines ist klar belegt, am Aktienmarkt lassen sich seit Anfang der Börsenzeit immer die höchsten Gewinne erwirtschaften. Allen Krisen zum Trotz. Und das hat nichts mit Glück zu tun.

Um jetzt das Risiko eines Verlustes noch weiter zu verringern, investiert man in Aktieninvestmentfonds. Damit wird die notwendige Streuung auf verschiedene Märkte, Länder und Währungen erreicht. Und je älter man wird, tauscht man die Aktienfonds langsam gegen Anleihefonds aus. Dann werden die Schwankungen noch kleiner (die Rendite natürlich auch).

Ich könnte Ihnen hier jetzt viele Tabellen und Charts zeigen, die meine Aussage stützen. Sie werden wahrscheinliche einige Menschen kennen, die mich widerlegen, weil sie schon Geld verloren haben. Und genau darüber sollten wir reden! Keine Gerüchte sondern harte Fakten. Es ist ja Ihr Geld und nicht das von jemand anderem.

Rufen Sie mich an (0699 190 473 59), schicken Sie mir eine eMail (giefing@finanzberatung-wien.biz) oder vereinbaren Sie sich ganz bequem einen Termin online.

Ihr Geld – Ihr Gewinn – Ihre Entscheidung

Kaufkraft und Geldwert sind nicht das selbe

Stellen Sie sich vor, 10% Ihres Sparguthabens werden eingezogen

Was wäre, wenn die Regierung beschließen würde, dass von allen Bankguthaben 10% abgeschöpft werden und das Geld an jene umverteilt wird, die überschuldet sind?

Wie würden Sie reagieren?

Sie würden sich bestimmt fürchterlich aufregen und die Empfänger darüber freuen.

Ist das denkbar?

Wenn wir uns an Zypern zurückerinnern, dann wurde dieses Verfahren dort bereits einmal angewendet, aber das soll hier gar nicht das Thema sein. Hier reden wir von der schleichenden Entwertung durch die Inflation.

Inflation und Sparzinsen

Rechnen wir einmal nach: bisher hatten wir in Österreich durchschnittlich 2% Inflation, die Zinsen auf den Spareinlagen sind minimal. Also passiert genau das oben Beschriebene: Dem Sparer wird sein Geld weginflationiert. Auf der anderen Seite stehen die Kreditnehmer, deren Kreditzinsen nach unten gehen und der Geldwert des Kredites sinkt ebenfalls: das sind die Gewinner. Bei diesem System gewinnt immer der, der Schulden hat. Regt sich jemand auf? Nein. Warum?

Die Geldwertillusion

Weil viele nur den GELDWERT sehen, also das, was am Geldschein aufgedruckt ist. Auf einem 100er steht auch noch in 5 Jahren 100 und nicht 90. Das nennt man die Geldwertillusion: Wir nehmen die langsame Entwertung unseres Geldes nicht wahr, genau so wenig, wie wir die Bewegung des Stundenzeigers auf der Uhr sehen und trotzdem bewegt er sich. Natürlich wissen und merken wir, dass das tägliche Leben immer teurer wird.

Auswirkungen

Es entziehen sich die, die mehr Geld haben, der Inflation, weil sie in Sachwerte investieren (Aktien, Beteiligungen, etc.).
Die, die dieses System tatsächlich am Laufen halten, sind die kleinen und mittleren Sparbuchinhaber, die ihr Geld auf die Bank tragen, um nur ja keine Verluste zu erleiden. Sie sehen, dass am Konto die Summen laufend höher und nie niedriger werden. Und das beruhigt sie. Dass sie dabei ihre KAUFKRAFT verlieren, bemerken sie erst dann, wenn es zu spät ist. Wenn die Pension da ist und die vor 30 Jahren versprochene Zusatzrente von 200€ plötzlich nicht einmal für den Wocheneinkauf reicht (2% Inflation machen in 36 Jahren aus 100 Euro nur mehr 50!).

Lösung

Sie können etwas dagegen tun! Sparen Sie einen Teil Ihres Geldes ebenfalls in Sachwerten (Investmentfonds).

Nehmen Sie sich etwas Zeit, lassen Sie uns über die verschiedenen Möglichkeiten reden, rufen Sie mich an (0699 19047359) oder mailen Sie mir (office@finanzberatung-wien.biz). Sie werden es nicht bereuen!

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Das Fitnessabo für Ihr Geld

Kennen Sie das? Jahreswechsel, ein guter Vorsatz: mehr Sport! Daher wandert man in das nächste Fitnesscenter und schreibt sich ein. Je nach Center kostet das schon einige hundert Euro. Und dann legt man los, regelmäßig. Bis der erste Schnupfen kommt, oder zu viel Stress in der Arbeit, oder es ganz schrecklich regnet, oder man heute ausnahmsweise zu müde ist. Dann wird aus regelmäßig unregelmäßig und nach ein paar Wochen ist es aus. Die Gebühren laufen weiter, trainiert wird nicht mehr. Geld versenkt!

Was hat das mit Geld und Sparen zu tun? Ganz einfach:

Wenn Sie einen Sparplan abschließen, dann kostet dieser gleich zu Beginn Geld. Viele verweigern da schon: warum muss ich für’s Sparen zahlen? Aber wer diese Hürde nimmt und zu sparen beginnt, dem kann es passieren, dass bei schlechter Marktlage das Guthaben am Depot zwischendurch einmal kleiner wird! Und dann geht’s wie beim Fitnesscenter: dann gibt’s jede Menge Gründe und Ausreden, warum das alles nicht funktioniert, man hat das ja eh schon geahnt, reich werden immer nur die anderen, man selber verliert ja immer nur. Ergebnis der Jammerei: die Sparraten werden eingestellt. Geld versenkt!

Dabei ist es doch ganz einfach: wer einen Sparplan startet muss einfach abwarten. Die schwachen Zeiten zwischendurch sind ideal, denn dann bekommt man für seine Sparrate viel mehr Anteile, deren Wert sich später wieder steigert.
Die einmaligen Kosten am Beginn sind die Eintrittskarte in das Geldfitnesscenter Aktienmarkt. Nur wer durchhält wird schlussendlich auch mit guten Erträgen belohnt. Wer vorzeitig aussteigt, verliert.

Oder es geht Ihnen so wie Gerold Rudle (Kabarettist): Er hat sich vorigen Silvester vorgenommen 10kg abzunehmen und heuer fehlen ihm noch 13kg.

In diesem Sinne: Prosit Neujahr!

Neujahrswünsche

Das neue Jahr fängt gut an!

Wie wahrscheinlich sind zukünftige Gewinne?

Warten oder Handeln

Sie kennen sicher den Satz, der auf jeder FinanzWebseite (auch meiner) irgendwo steht: „vergangene Gewinne sind keine Garantie für zukünftige Gewinne“. Da keiner von uns im Besitz der allwissenden Glaskugel ist, ist das leider eine Tatsache. Eine Garantie gibt es nicht.

Aus dieser Erkenntnis heraus entscheiden sich viele, alles so zu lassen, wie es ist. Das Geld bleibt am Girokonto oder Sparbuch, bestenfalls noch in einem Bausparer oder einer Lebensversicherung. Da kann nichts passieren.

Sehen Sie das Thema einmal aus einer anderen Perspektive:

Jeder Autofahrer weiß, dass man in einer schmalen Gasse immer mit einem Fußgänger rechnen muss, der, ohne zu schauen, auf die Fahrbahn tritt. Nichts schlimmeres, wenn es ein Kind ist, dass wenige Meter vor dem Auto auf die Straße rennt. Als Konsequenz daraus dürfte man (zumindest im Wohngebiet) maximal im Schritttempo fahren, um immer rechtzeitig stehenbleiben zu können. Macht das jemand von Ihnen? Vermutlich nicht, denn dann kann man sein Auto gleich verkaufen und zu Fuß gehen.
Aber warum tun wir das nicht? Ich meine, wir machen es deswegen nicht, weil uns so ein Vorfall noch nie passiert ist! Weil wir die Wahrscheinlichkeit für so einen Vorfall als so gering einschätzen, dass wir trotzdem mit dem Auto durch die Gasse fahren. Aufmerksam zwar, aber im schlimmsten Fall immer noch zu schnell. Wir lernen aus der Vergangenheit für die Zukunft. Irgendwann kann diese Einschätzung einmal falsch sein und es passiert das Unvermeidliche, aber bis dahin werden wir weiterhin mit dem Auto fahren.

Und warum erzähle ich Ihnen das?
Wenn ich jemandem die Entwicklung eines Investmentfonds aus den letzten Jahren zeige, dann höre ich als Gegenargument: ja aber ob das in Zukunft auch wieder so sein wird, weiß doch keiner. Das ist zu unsicher, das will ich nicht!
Eigenartig, oder? Denn wenn es die letzten Jahre funktioniert hat, sollte man doch (siehe oben) daraus ableiten können, dass es in ähnlicher Form auch so weitergehen wird. Natürlich wird es immer einmal mehr bergauf und einmal mehr bergab gehen. Es zählt jedoch der langfristige Trend über viele Jahre und nicht der kurzfristige Trend der jüngeren Vergangenheit.
Wir überschätzen gerne, was kurzfristig möglich ist und unterschätzen meist die langfristigen Möglichkeiten.

Wer sich nicht heute entscheidet, sondern lieber einmal abwartet und beobachtet, wird sich in ein paar Jahren wieder nicht entscheiden. Egal wie gut die verschiedenen Veranlagungen gelaufen sind, denn er oder sie wird wieder gleich argumentieren. Das ist ein Teufelskreis, aus dem es auszubrechen gilt.

Wer nie beginnt, wird nie Gewinne machen. Ganz einfach.

Darum mein Rat: Fangen Sie lieber heute an als morgen – jeder Tag zählt! Lassen Sie sich beraten.