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pensionsvorsorge und zinseszins

Wann soll man mit der Pensionsvorsorge beginnen?

pensionsvorsorge und zinseszins

Folgendes Zitat wird fälschlicherweise Albert Einstein zugeschrieben:

Der Zinseszins ist die größte Erfindung des Menschen.

Wer es auch immer gesagt hat, hat damit völlig recht gehabt.

Pensionsvorsorge und Zinseszins

Diese zwei Begriffe und der Faktor Zeit gehören unbedingt zusammen. Wer seiner Pensionsvorsorge genügend Zeit gibt, profitiert vom Zinseszins mehr als vom direkten Ertrag.

Zinseszins
Zinseszins

Deutlich zu sehen ist der Anstieg nach ungefähr 12 Jahren. Ab hier ist der Zinseszins Hauptträger der Performance.

„Ich habe jetzt keine Zeit, mich damit zu beschäftigen“

Wer dieser Meinung ist, verliert die wichtigste Erfolgskomponente jeder Veranlagung: die Veranlagungsdauer. Je länger die Veranlagungsdauer umso höher der Zinseszins und umso niedriger die Schwankungen.

Eine statistische Auswertung des S&P 500 Index von 1938 bis 2018 hat gezeigt, dass die Schwankungen bei einer einjährigen Veranlagung bei 50% lag: es war also wie im Casino, einmal gewinnt man, einmal verliert man. Bei 20 Jahren war die Chance, eine schlechte Periode zu erwischen nur mehr bei 3% und bei 30 Jahren gab es KEINE negative Veranlagungsperiode mehr.


Weitere Informationen

Wenn Sie mehr wissen möchten, dann kontaktieren Sie mich: Termin online vereinbaren, giefing@finanzberatung-wien.biz oder anrufen +43 699 19047359 – jederzeit gerne!

Drachen steigen lassen

Senioren veranlagen verboten?

Drachen steigen lassenWie schaut es mit den Geldanlagemöglichkeiten für Senioren aus?

 

Zuerst die Frage, ab wann jemand zum Kreis der Senioren gehört: ab 50, 60 oder ab 70? Heutzutage sind Menschen im Pensionsalter noch äußerst aktiv und unternehmungslustig. Aber für die Finanzbranche sind Menschen ab 65 ein schwieriges Thema. Es gelten besondere Beratungsregeln. Mein Haftungsdach bspw. prüft solche Anträge verstärkt und genehmigt diese nicht automatisch.
Das ist auch in Ordnung! Zu oft wurden ältere Menschen von „Beratern“ zu riskanten Veranlagungen überredet und niemand hat es rechtzeitig bemerkt. Dann ist jemand mit 70 plötzlich Miteigentümer an einem Schiffsfond und irgendwann sein Geld los.

Aber zurück zur Ausgangsfrage: darf ich Senioren eine Veranlagung empfehlen?

Ziele

Dazu müssen zuerst die Ziele definiert werden:

  1. Soll für spätere Pflegemaßnahmen etwas zurückgelegt werden?
  2. Ist eine Zusatzpension gewünscht (um die Pensionslücke zu stopfen)?
  3. Soll das vorhandene Vermögen den Erben zu Gute kommen?

Zusatzpension

Eine Zusatzpension wird auf unbestimmte Zeit gewünscht. Hier kommt es auf einen stabilen jährlichen Ertrag an. Verluste am Depot sind tragbar, sofern im Durchschnitt der Ertrag passt. Diese Form der „ewigen Rente“ hat den Vorteil, dass im Normalfall das Kapital nicht angegriffen wird, denn zur Auszahlung kommen nur die Gewinne. Daher bleibt auch Geld am Depot übrig für besondere Kosten (z.B. das Begräbnis) oder für die Erben.

Der Start kann durch Veranlagung einer Abfertigung erfolgen. Durch sorgfältige Analyse erstelle ich einen Anlagevorschlag. Je nach Wunsch kann die Berechnung mit oder ohne Kapitalerhalt erfolgen.

Vererben

Soll das Kapital vererbt werden, dann kann mit einer längeren Veranlagungsdauer gerechnet werden, denn im Erbfall muss das Depot nicht aufgelöst werden. Es kann relativ einfach auf den / die Erben übertragen und fortgeführt werden. Idealerweise erfolgt die Veranlagung gemeinsam mit den zukünftigen Erben, um eine abgestimmte Strategie zu entwickeln.

Pflegevorsorge

Das Thema Pflegevorsorge ist sehr speziell zu behandeln. Hier gibt es am Markt eine Reihe von Versicherungsprodukten zu sehr unterschiedlichen Preisen. Diese haben eine gewisse Wartezeit zwischen Abschluss und Wirksamkeit, sind aber doch recht kurzfristig zu haben. Natürlich abhängig davon, wie viel Geld man bereit ist, einzuzahlen und welche Leistungen man haben möchte. Dazu kann Ihnen ein unabhängiger Versicherungsmakler genauer Auskunft geben.

Werden Investmentfonds als Vorsorgeprodukt verwendet, sollten diese 5 – 10 Jahre vor dem vermuteten Eintrittsdatum gekauft werden, damit ausreichend Kapital für einen Entnahmeplan zur Verfügung steht. Vorteil der Investmentfondslösung ist immer, dass das nicht verbrauchte Kapital am Ende zur Verfügung steht. Es kann durch einen Depotübertrag an andere Personen weitergegeben werden, es entstehen keine Übertragungskosten. Auch eine Teilentnahme für besondere Fälle ist jederzeit möglich.

Ich meine, es ist auch für die Generation 60+ durchaus sinnvoll, eine Veranlagung in Investmentfonds in Betracht zu ziehen. Das Argument: „Du bist zu alt dafür“ gilt nicht.

Wenn Sie eine detaillierte Beratung zu diesem Thema wünschen, dann können Sie mich gerne unter Tel.: +43 699 19047359 oder giefing@finanzberatung-wien,biz zur Terminvereinbarung kontaktieren.

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Pensionslücke berechnen

grafík pensionslückeLaut einer aktuellen Studie von Spectra können (ich kann’s zwar nicht glauben) nur knapp 20% aller Österreicher erklären, was die Pensionslücke ist und welche Konsequenzen diese hat!

Daher hier ein kleiner Leitfaden, wie man seine Pensionslücke ausrechnet und was man dagegen tun kann:

Berechnung:

  1. Überlegen Sie sich, wie viel Geld Sie in der Pension monatlich brauchen:
    Einige Ausgaben (Fahrtkosten zur Arbeit) werden wahrscheinlich wegfallen, andere (Gesundheitskosten) werden dazukommen.
    Sehr hilfreich ist hier ein Haushaltsbuch, in das man über einige Monate alle Ausgaben einschreibt (geht mit Excel sehr einfach, ein gratis Musterworksheet können Sie bei mir anfordern).
  2. Schauen Sie in Ihrem Pensionskonto der PVA nach, wie hoch die Bruttopension vermutlich sein wird und rechnen Sie sich Ihre Nettopension aus.
    Hier muss man bedenken, dass es sich bei diesem „Kontoauszug“ nur um eine Schätzung auf Basis der aktuellen Gesetzeslage und Ihrer Einzahlungen handelt. Je näher man der Pension ist, um so genauer ist der Betrag.
    Wer noch 20 oder 30 Jahre bis zur Pension hat, kann diese Prognose gleich vergessen, denn bis dahin wird es noch viele Reformen geben (zu ungunsten der Pensionisten). In diesem Fall würde ich das aktuelle Nettoeinkommen mit einer kleinen jährlichen Steigerung (1-2%) hochrechnen und vom Endergebnis dann 50% als Pension annehmen.
    Frauen sollten die geplante Kinderbetreuungszeit mitbedenken.
  3. Bilden Sie die Differenz und Sie kennen Ihre Pensionslücke.

Das Ergebnis von Schritt 3 wird Sie wahrscheinlich etwas erschrecken. Aber Sie können etwas TUN!
Wenn Ihnen bspw. 500€ pro Monat fehlen, dann können Sie sich diese von Ihrem Investmentfondsdepot monatlich entnehmen, wenn auf Ihrem Depot ein Wert von zumindest 100.000€ liegt.
Wie kommen Sie zu 100.000€?
Sie sparen 30 Jahre jedes Monat 100€ oder 20 Jahre lang 200€ monatlich.

Es sei noch angemerkt, dass in dieser Rechnung die Inflation unberücksichtigt ist. Das in der Pension gewünschte Einkommen aus heutiger Sicht muss um die durchschnittliche Inflation der Jahre bis zum Antritt aufgewertet werden.

Sie sehen, wer früher beginnt, für die Pension vorzusorgen, kann später entspannt in den Ruhestand gehen.

Und noch ein positiver Effekt: wenn Sie nur den Renditzuwachs entnehmen, bleibt Ihr Depotstand praktisch unverändert. Im Notfall können Sie immer noch teilweise darauf zurückgreifen, denn Fondsdepots sind flexibel. Ansonsten bleibt es nach Ihrem Ableben als Startkapital für die nächste Generation oder einem karitativen Zweck – ganz nach belieben.

Vorsorge für die nächste Generation:
Wenn es in Ihrer Familie (Enkel)Kinder gibt, dann sind Investmentfonds (siehe Rechnung oben) die ideale Sparform für deren späteres Leben. Mit einem Investmentfondssparplan schlagen Sie jede Vorsorgeversicherung haushoch. Die Kosten für den Kauf von Fondsanteilen betragen zwischen 3 und 5,5%, d.h. fast 95% werden veranlagt. Wissen Sie, wie viel von einer Lebensversicherungsprämie veranlagt wird? Ca. 80% – der Rest sind Kosten und der Risikoanteil für vorzeitiges Ableben. Von der Höhe der Abschlussprovision bei den verschiedenen Versicherungsvarianten ganz zu schweigen.

Wenn Sie einen Termin mit mir vereinbaren, dann besprechen wir Ihre Situation im Detail und die verschiedenen Lösungsmöglichkeiten. Rufen Sie mich an (0699 19047359) oder mailen Sie mir.

Erst sparen, dann genießen

renteFinden Sie es auch ziemlich nervig, wenn Ihnen jemand (so wie ich) dauernd etwas von Sparen und Veranlagen erzählt und dass man das über viele Jahre durchhalten muss? Das ersparte Kapital soll man natürlich nicht angreifen, sonst nimmt man sich den Zinseszinseffekt weg! Für viele ein ziemlich langweiliges Thema, einfach unsexy.
Erst kürzlich hat mir eine Berufseinsteigerin (so Mitte 20) erklärt: „Ich glaube nicht, dass sich irgendjemand in meinem Bekanntenkreis für so etwas interessiert!“. Auch OK.

Haben Sie sich schon einmal ausgerechnet, wie alt Sie vermutlich werden? Also wie viele Jahre Sie noch haben, so rein statistisch? Dafür gibt es sogar eigene Berechnungsprogramme im Netz (dieses hier bspw. Wie alt werde ich?).

Ich habe gerade nachgerechnet: mir bleiben noch so ungefähr 24 Jahre (eigentlich verdammt wenig) und davon werde ich wahrscheinlich 20 Jahre in Pension sein.

Wenn dann die Pension da ist, dann ist der Moment gekommen, das Ersparte auch zu genießen. Sie haben dann die Wahl: nur so viel entnehmen, wie der ungefähre Gewinn beträgt oder auch das Grundkapital langsam verbrauchen.

Meine Pensionslücke habe ich mir schon ausgerechnet. Mit diesem Pensions-Brutto-Netto Rechner können Sie die geschätzte Pension laut Ihrem Pensionskontoauszug eingeben und sich die Nettopension ausrechnen lassen. Was Sie heute netto verdienen, wissen Sie ja.

Meine Lücke ist ca. 400€ breit. Da ich in der Pension mindestens gleich gut leben möchte wie heute möchte ich 600€ pro Monat zusätzlich haben.

Woher kann ich diesen Betrag nehmen?

Wenn ich mein Grundkapital nicht verbrauchen möchte, damit auch die Erben noch etwas davon haben, dann benötige ich ein Fondsdepot in der Höhe von mindestens 110.000€. Dafür reicht das Kapital dann auch länger als 20 Jahre (eine sogenannte „Ewige Rente“), sollte ich doch älter als der Durchschnitt werden.

Wenn ich auch das Grundkapital verbrauchen möchte, dann kann ich 20 Jahre lang 600€ entnehmen bei einem Depotwert von 80.000€.
Übrigens: in dieser Modellrechnung hätten Sie 145.000€ von Ihrem Depot konsumiert und nur 80.000€ eingezahlt!

Ziemliche Summen, die man für eine vernünftige Zusatzrente braucht. Daher erst sparen und dann ordentlich genießen, anders herum funktioniert es leider nicht!

Wegrennen, Totstellen oder Kampf

Achtung Gefahr

Achtung Gefahr

Ist man feige, wenn man vor einer echten Lebensgefahr wegläuft? Wohl kaum! Unser Gehirn ist auf Lebenserhaltung trainiert. In der Gefahrensituation werden sehr alte Reaktionsmuster wach: Wegrennen, Totstellen oder Kampf.

Der Befehl zum Angriff kommt dank unserer (meist) vorhandenen Zivilisation relativ eher selten zur Ausführung – Gott sei Dank.

Totstellen, also Kopf einziehen und warten bis alles vorüber ist, ist auch eine beliebte Taktik. Funktioniert nicht immer, manche unangenehme Situation erwischt uns auch dann, wenn der Kopf tief im Sand steckt.

Wegrennen können wir nur vor physischen Gefahren, vor anderen nicht. Auch keine gute Taktik.

Wie entscheiden wir welches Verhalten gerade das Beste ist? Aus dem Bauch heraus, basierend auf bereits erlebten ähnlichen Gelegenheiten oder erlernten Erziehungsmustern. Da werden keine Statistiken befragt, nicht bei  Google nachgeschlagen und meist auch nicht rational nachgedacht. Da regiert das Unterbewusstsein.

Wie bedrohlich sind Finanzentscheidungen?

Eine echte Lebensgefahr geht von solchen Entscheidungen nur selten aus. Natürlich kann man durch unbedachte Entscheidungen (z.B. eine Bürgschaft) viel verlieren. Aber Entscheidungen für oder gegen eine Veranlagung dürfen das tägliche Leben nicht beeinflussen. Denn veranlagen darf man nur das, was man langfristig nicht braucht.

Leider entscheiden wir auch hier oft nach den gleichen Mustern:
Wegrennen: da bietet uns so ein Berater seine Hilfe an und wir winken ab und suchen schnell das Weite, der will ja eh nur unser Geld.
Totstellen: jemand erzählt uns etwas zu dem Thema und wir argumentieren:das brauch ich nicht, das passiert mir nicht, das klappt alles nicht, will ich nicht hören, interessiert mich nicht, geht mich nichts an, …

Dabei wäre hier die Variante „Angriff“ die bessere Lösung. Wir erkennen mit Unterstützung eines Fachmannes die anstehenden Probleme und suchen gemeinsam eine Lösung. Wir lassen uns die Sachbeweise zeigen, recherchieren auch selber im großen Wissensspeicher des Netzes und treffen dann eine rationale Entscheidung. Diese kann durchaus auch eine Entscheidung gegen den Rat des Beraters sein, denn nicht immer passt die Chemie zwischen dem Kunden und dem Berater und nicht jedes Produkt passt zu jedem Kunden. Kommt vor! Dann muss man eben weitersuchen, es gibt genug Möglichkeiten!

Erfolg (auch der Finanzielle) mit drei Buchstaben? TUN!

Kaufkraft und Geldwert sind nicht das selbe

Stellen Sie sich vor, 10% Ihres Sparguthabens werden eingezogen

Was wäre, wenn die Regierung beschließen würde, dass von allen Bankguthaben 10% abgeschöpft werden und das Geld an jene umverteilt wird, die überschuldet sind?

Wie würden Sie reagieren?

Sie würden sich bestimmt fürchterlich aufregen und die Empfänger darüber freuen.

Ist das denkbar?

Wenn wir uns an Zypern zurückerinnern, dann wurde dieses Verfahren dort bereits einmal angewendet, aber das soll hier gar nicht das Thema sein. Hier reden wir von der schleichenden Entwertung durch die Inflation.

Inflation und Sparzinsen

Rechnen wir einmal nach: bisher hatten wir in Österreich durchschnittlich 2% Inflation, die Zinsen auf den Spareinlagen sind minimal. Also passiert genau das oben Beschriebene: Dem Sparer wird sein Geld weginflationiert. Auf der anderen Seite stehen die Kreditnehmer, deren Kreditzinsen nach unten gehen und der Geldwert des Kredites sinkt ebenfalls: das sind die Gewinner. Bei diesem System gewinnt immer der, der Schulden hat. Regt sich jemand auf? Nein. Warum?

Die Geldwertillusion

Weil viele nur den GELDWERT sehen, also das, was am Geldschein aufgedruckt ist. Auf einem 100er steht auch noch in 5 Jahren 100 und nicht 90. Das nennt man die Geldwertillusion: Wir nehmen die langsame Entwertung unseres Geldes nicht wahr, genau so wenig, wie wir die Bewegung des Stundenzeigers auf der Uhr sehen und trotzdem bewegt er sich. Natürlich wissen und merken wir, dass das tägliche Leben immer teurer wird.

Auswirkungen

Es entziehen sich die, die mehr Geld haben, der Inflation, weil sie in Sachwerte investieren (Aktien, Beteiligungen, etc.).
Die, die dieses System tatsächlich am Laufen halten, sind die kleinen und mittleren Sparbuchinhaber, die ihr Geld auf die Bank tragen, um nur ja keine Verluste zu erleiden. Sie sehen, dass am Konto die Summen laufend höher und nie niedriger werden. Und das beruhigt sie. Dass sie dabei ihre KAUFKRAFT verlieren, bemerken sie erst dann, wenn es zu spät ist. Wenn die Pension da ist und die vor 30 Jahren versprochene Zusatzrente von 200€ plötzlich nicht einmal für den Wocheneinkauf reicht (2% Inflation machen in 36 Jahren aus 100 Euro nur mehr 50!).

Lösung

Sie können etwas dagegen tun! Sparen Sie einen Teil Ihres Geldes ebenfalls in Sachwerten (Investmentfonds).

Nehmen Sie sich etwas Zeit, lassen Sie uns über die verschiedenen Möglichkeiten reden, rufen Sie mich an (0699 19047359) oder mailen Sie mir (office@finanzberatung-wien.biz). Sie werden es nicht bereuen!

Experten raten: Sorgen Sie mit Fonds vor

Wie auch von mir immer wieder hier geschrieben, gibt es für eine sinnvolle und ertragreiche Vorsorge nur einen Weg: veranlagen am Aktienmarkt mittels Investmentfonds.

In der Sendung €co vom 18.9.2014 wird dies für drei Szenarien beschrieben:

1. Person muss noch 30 Jahre auf die Pension warten
2. Person muss noch 20 Jahre auf die Pension warten
3. Person muss noch 10 Jahre auf die Pension warten

Es wurden zwei Banken und eine Investmentfondsgesellschaft zu diesen drei Veranlagungszeiträumen befragt. Jetzt kann man über die Verteilung zwischen Aktien, Anleihen und Immobilien durchaus verschiedener Meinung sein, aber Fakt ist: Ohne Aktien(fonds)investment geht es nicht.

Leider wird auch in dieser Sendung wieder mit dem Argument: „Da kenn ich mich nicht aus, dazu muss man Experte sein“ gegen die Veranlagung in Fonds argumentiert.
Ich frage meine Kunden, die mir ähnliches sagen, immer, ob sie Autos (Züge, Flugzeuge) benutzen. Jeder sagt „ja“. Dann frage ich sie, ob sie wissen, wie man diese Dinge baut, betreibt und repariert? Weiß natürlich kaum jemand (OK, Mechaniker ausgenommen). Und trotzdem, so meine Antwort, vertraut man sein Leben diesen Fortbewegungsmitteln an!

Bei der Geldanlage allerdings schließt man Fonds aus, weil man sich damit nicht auskennt! Unlogisch, oder? Die Grundbegriffe kann man in 30min. lernen und alles andere macht die Fondsgesellschaft und der Berater.

Das Argument der jungen Dame gegen Ende, sie würde ihr Geld nie so lange jemand anderem anvertrauen (Unterstellung: der würde sich nur selber daran bereichern) finde ich auch spaßig. Resultiert aber meiner Meinung auch aus dem Nichtwissen über die Mechanismen und Möglichkeiten einer Fondsveranlagung.

Wie immer mein Appell: lassen Sie sich beraten und entscheiden Sie an Hand von Fakten, wie Sie Ihr Geld veranlagen sollten.

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7 Gründe, warum man nicht mit Investmentfonds sparen sollte

In den letzten Jahren habe ich einige Gespräche über das Thema Sparen und Veranlagen geführt. Dabei sind einige Gründe aufgetaucht, warum viele NICHT in Investmentfonds sparen wollen:

  1. Damit kenne ich mich nicht aus
  2. Ich habe keine Zeit, mich mit meiner Veranlagung dauernd zu beschäftigen
  3. Mir genügen meine Zinsen am Sparbuch, Bausparer, … ich spekuliere nicht mit meinem Geld
  4. Hauptsache, das Geld wird am Konto nicht weniger
  5. Investmentfonds sind generell zu unsicher, die investieren ja in Aktien
  6. So etwas ist nur für die Reichen, dafür habe ich zu wenig Geld
  7. Wer weiß was mit meinem Geld passiert, wenn die Fondsgesellschaft Pleite macht
  8. … — Haben Sie auch noch ein paar Argumente vorrätig? —…..

Klingt doch alles sehr plausibel, oder?

Andererseits:

  • Viele fahren Auto obwohl sie keine Ahnung haben, wie man es repariert. Mit dem Auto geht man zum Mechaniker seines Vertrauens, mit dem Geld sollte man zum Anlageberater seines Vertrauens gehen.
  • Um die Veranlagung muss man sich nicht andauernd kümmern, denn
    „Hin und her macht Taschen leer“
    Soll heißen: veranlagen und abwarten. Nicht nervös werden, wenn schlechte Nachrichten in den Zeitungen stehen. Dafür sind die Fondsmanager da.
    Alle paar Monate ein Blick auf das Depot oder ein Gespräch mit Anlageberater genügt.
  • Zinsen sind nicht unmoralisch. Zinsen auf Investitionen in Fonds haben nichts mit Gier oder Spekulation zu tun. Geld wird schon seit Jahrhunderten über Aktien u.ä. in die Wirtschaft investiert. Die Rendite die man erhält ist die Abgeltung des Investitionsrisikos.
  • Wenn das Ersparte am Konto numerisch nicht weniger wird (sogar immer ein bisschen höher), heißt das nicht, dass man sich von diesem „Gewinn“ tatsächlich mehr kaufen kann. Steuern und Inflation fressen mehr weg, als Erträge dazu kommen.
    3% Inflation bedeuten in 24 Jahren die halbe Kaufkraft!
  • Die Aktienmärkte und damit die darin investierenden Investmentfonds sind auf lange Sicht die einzigen, die Gewinne erwirtschaften. Dazu gibt es ausreichend viele Studien.
  • Natürlich hat der, der viel Geld hat, bessere Veranlagungsmöglichkeiten, als der, der wenig Geld hat. Die Welt ist nun mal nicht gerecht.
    Aber jeder hat die Chance, auch für kleine Beträge gute Zinsen zu bekommen.
  • Investmentfonds unterliegen internationalen und nationalen Gesetzen, die zum Schutz des Anlegers viele Risiken ausschalten.
    So ist das Geld der Anleger Sondervermögen und daher vor dem Konkurs der Fondsgesellschaft und der beteiligten Banken sicher (besser als die Einlagesicherung durch den Staat).
    Fonds müssen ihr Vermögen auf viele verschiedene Firmen streuen, da weder eine einzelne Aktie zu hohen Anteil am Gesamtfonds haben darf, noch der Fonds zu viele Anteile einer Firma halten.

Daher wie immer mein Aufruf: wechseln Sie zumindest mit einem Ihrer Sparprodukte in einen Investmentfonds. Sie werden es nicht bereuen.

Für die richtige Veranlagung ist man nie zu alt!

Letzte Woche in der Krone habe ich einen Artikel über die deutschen Beamtenpensionisten gefunden. Dass diese zu den reichsten Pensionisten in Deutschland gehören, ist an sich noch nicht so bemerkenswert, das hätte ich auch so vermutet. Interessant allerdings fand ich, dass diese Personengruppe sehr stark in Immobilien und Aktien investiert ist! Man bedenke: Pensionist und Aktien! Na sowas – Aktien sind doch so riskant und nichts für Pensionisten, oder?

Anscheinend doch.

Denn wenn jene, die viel Geld haben, diese in Aktien investieren, dann werden sie sich bestimmt etwas dabei gedacht haben. Sie haben offensichtlich erkannt, dass nur eine ertragreiche Investition vor dem Geldwertverlust schützt.

Was lernen wir daraus? Wer seinen Geldwert erhalten und vermehren möchte, muss einen anderen Weg gehen. Nicht das Sparbuch und der Bausparer, sondern die breit gestreute Investition in Sachwerte ist der richtige Weg.

Das gilt nicht nur für deutsche Beamtenpensionisten.

Die Geld(un)gleichverteilung

Die Zentralbanken drucken neues Geld um die Wirtschaft (und damit die Inflation) anzutreiben. Neues Geld und niedrige Zinsen sollen die Kreditvergabe erleichtern und uns alle zu mehr Konsum bzw. Investition anregen. Die von der EZB angepeilte Inflationsrate liegt bei ca. 2%.

Aber diese neuen, billigen Gelder erhalten nur jene gleich zu Beginn, die bereits Geld haben. Denn nur, wer der Bank entsprechende Sicherheiten in Form von Immobilien oder Veranlagungen vorweisen kann, kommt auch in den Genuss dieser Maßnahme.

Wer schaut durch die Finger und zahlt die Rechnung? Der, der nichts gespart hat! Denn er bekommt keinen günstigen Kredit und muss die gestiegenen Lebenshaltungskosten voll abfangen. DIe Inflation hilft nur dem, der richtig veranlagt ist, allen anderen schadet sie.

Dabei ist der Aufbau eines Vermögens in kleinen Schritten für jeden möglich. Wenn rechtzeitig mit dem Sparen in ertragreichen Sachwerten begonnen wird (50€ pro Monat sind üblicherweise der Einstiegsbetrag), dann sind später größere Anschaffungen möglich, weil ein Kredit zu besseren Konditionen zu bekommen ist.

Es ist immer nur eine Frage der Perspektive: gebe ich mein ganzes Geld für mein tägliches Leben inkl. diverser Vergnügungen aus oder lege ich mir einen Teil davon zurück, auch wenn’s manchmal hart ist.
Sparen ist nicht altmodisch und unnütz! Es ist ein Gebot der Stunde. Nicht zuletzt, wenn man sich die Zahlen am neuen Pensionskonto ansieht. Wer für die Pension nicht vorsorgt, wird sich dann ziemlich einschränken müssen. Dann ist Schluss mit lustig.

Wie in der aktuellen Ausgabe der Arbeiterkammer Zeitung (AK Für Sie, Juli-August 2014) zu lesen ist, sollte man es sich sehr genau überlegen, ob man sein Geld in einem Versicherungsprodukt langfristig binden will oder nicht doch lieber die flexible, jederzeit verfügbare Variante eines Investmentfonds nimmt. Auch mit Investmentfonds lässt sich bei Pensionsantritt eine „ewige Rente“ realisieren.

Mein Tipp: Lassen Sie sich beraten und überdenken Sie Ihr Sparverhalten.