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Millenials brauchen 500.000€ bei Pensionsantritt

millenials brauchen 500.000€ bei PensionsantrittWer sind die Millenials?

Die Generation Y (Geburtsjahre 1980 – 1999), auch Millennials genannt, ist heute mitten in ihrer beruflichen Laufbahn. Sie wird wahrscheinlich nach 50 Berufsjahren so ab 2050 / 2060 in Pension gehen. Da ist noch eine lange Zeit und das ist gut so!

Unser Pensionssystem

Wenn wir uns die aktuelle Situation bei den Pensionen ansehen, müssen wir feststellen, dass sich dieses System nicht auf ewige Zeiten hinaus weiterführen lässt. Es beginnen weniger Arbeitnehmer zu arbeiten, als Pensionisten mit der Arbeit aufhören. Wir haben ein Umlagesystem bei der Pension: was heute eingenommen wird, wird auch heute für die Pensionisten ausgegeben. Daher sind aktive Erwerbstätige so wichtig für den Fortbestand. Je weniger Erwerbstätige, umso weniger Einnahmen, umso weniger Geld für die Pensionen.

Millenials brauchen 500.000€ bei Pensionsantritt

Wer also heute Mitte 20, Anfang 30 ist muss mit herben finanziellen Einbußen beim Pensionsantritt rechnen. Besonders jene, die eine gute Karriere vor sich haben, werden am Ende mit sehr wenig staatlicher Unterstützung und einer riesigen Pensionslücke dastehen.

Was tun? Zwei wichtige Grundsätze:

  1. Zuerst sparen und DANN Geld ausgeben!
  2. Das Ersparte langfristig nicht angreifen!

Wie kann man 500.000€ zusammen sparen? Fonds Professionell hat in einem Artikel die verschiedenen Varianten an notwendigen Sparraten, Zinsen und Spardauer zusammengestellt.

Beispiel: bei Geburt Sparplan mit 56€ pro Monat starten, bis zum 65. Lebensjahr durchhalten, angenommene Durchschnittsrendite von 6% pro Jahr. Beginnt man erst mit 20, dann muss man schon 190€ pro Monat sparen.

In der Tabelle sind allerdings Steuern und Gebühren nicht berücksichtigt, daher wird man in der Realität die Zielsumme nach unten setzen müssen, damit das ganze auch noch leistbar bleibt. Welchen Zinssatz man in der Simulation als realistisch annimmt, liegt im eigenen Ermessen und der Risikobereitschaft.

500.000€ sind eine Menge Geld

Aus dieser halben Million Euro lässt sich eine Zusatzpension von rd. 1700€ pro Monat entnehmen, ohne das Kapital angreifen zu müssen. Es bleibt also noch etwas für die Erben oder die Übersiedlung in ein komfortables Altersheim übrig. Auch hier er Hinweis: die Entnahmehöhe hängt natürlich stark von der dann erzielbaren Rendite ab und kann dementsprechend schwanken!

Die Inflation frisst die Hälfte

Noch ein Hinweis: die 1.700€ werden bei 2% Inflation pro Jahr in 40 Jahren eine Kaufkraft von ungefähr 740€ haben! Glauben Sie mir jetzt, wie wichtig es ist, ein halber Millionär zu werden?

Wer mehr wissen will und sich auf den Weg zur halben Million machen will: einen Termin vereinbaren (hier oder anrufen +43 699 19047359)

Wie wahrscheinlich sind zukünftige Gewinne?

Warten oder Handeln

Sie kennen sicher den Satz, der auf jeder FinanzWebseite (auch meiner) irgendwo steht: „vergangene Gewinne sind keine Garantie für zukünftige Gewinne“. Da keiner von uns im Besitz der allwissenden Glaskugel ist, ist das leider eine Tatsache. Eine Garantie gibt es nicht.

Aus dieser Erkenntnis heraus entscheiden sich viele, alles so zu lassen, wie es ist. Das Geld bleibt am Girokonto oder Sparbuch, bestenfalls noch in einem Bausparer oder einer Lebensversicherung. Da kann nichts passieren.

Sehen Sie das Thema einmal aus einer anderen Perspektive:

Jeder Autofahrer weiß, dass man in einer schmalen Gasse immer mit einem Fußgänger rechnen muss, der, ohne zu schauen, auf die Fahrbahn tritt. Nichts schlimmeres, wenn es ein Kind ist, dass wenige Meter vor dem Auto auf die Straße rennt. Als Konsequenz daraus dürfte man (zumindest im Wohngebiet) maximal im Schritttempo fahren, um immer rechtzeitig stehenbleiben zu können. Macht das jemand von Ihnen? Vermutlich nicht, denn dann kann man sein Auto gleich verkaufen und zu Fuß gehen.
Aber warum tun wir das nicht? Ich meine, wir machen es deswegen nicht, weil uns so ein Vorfall noch nie passiert ist! Weil wir die Wahrscheinlichkeit für so einen Vorfall als so gering einschätzen, dass wir trotzdem mit dem Auto durch die Gasse fahren. Aufmerksam zwar, aber im schlimmsten Fall immer noch zu schnell. Wir lernen aus der Vergangenheit für die Zukunft. Irgendwann kann diese Einschätzung einmal falsch sein und es passiert das Unvermeidliche, aber bis dahin werden wir weiterhin mit dem Auto fahren.

Und warum erzähle ich Ihnen das?
Wenn ich jemandem die Entwicklung eines Investmentfonds aus den letzten Jahren zeige, dann höre ich als Gegenargument: ja aber ob das in Zukunft auch wieder so sein wird, weiß doch keiner. Das ist zu unsicher, das will ich nicht!
Eigenartig, oder? Denn wenn es die letzten Jahre funktioniert hat, sollte man doch (siehe oben) daraus ableiten können, dass es in ähnlicher Form auch so weitergehen wird. Natürlich wird es immer einmal mehr bergauf und einmal mehr bergab gehen. Es zählt jedoch der langfristige Trend über viele Jahre und nicht der kurzfristige Trend der jüngeren Vergangenheit.
Wir überschätzen gerne, was kurzfristig möglich ist und unterschätzen meist die langfristigen Möglichkeiten.

Wer sich nicht heute entscheidet, sondern lieber einmal abwartet und beobachtet, wird sich in ein paar Jahren wieder nicht entscheiden. Egal wie gut die verschiedenen Veranlagungen gelaufen sind, denn er oder sie wird wieder gleich argumentieren. Das ist ein Teufelskreis, aus dem es auszubrechen gilt.

Wer nie beginnt, wird nie Gewinne machen. Ganz einfach.

Darum mein Rat: Fangen Sie lieber heute an als morgen – jeder Tag zählt! Lassen Sie sich beraten.